Mandelkuchen

Setzt Euch zu mir und sucht Euch ein Stück Mandelkuchen aus, ihr habt freie Wahl: Großes oder kleines Kuchenstück, mit Heidel- und Himbeeren oder nur eine Sorte Beeren, mit oder ohne Vanilleeis oder nur mit Eis oder ein nackiges Stück Kuchen, wem das immer noch nicht passt, nimmt sich nur ein paar Beeren oder nur eine Kugel Eis.

Zu Großfamilienzeiten sagte mein Sohn D. einmal: “Ich habe es noch nie erlebt, dass alle Familienmitglieder alle Komponenten eines Mittagessens gegessen haben.” Das Genörgel am Familientisch brachte mich früher oft an den Rand der Verzweiflung. Heute sind es meine Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Gluten und Histamin), die die Auswahl für mich einschränken, z. B. sind Himbeeren für mich tabu.



Fürs Foto habe ich übrigens gefakt, auf dem Kuchen ist kein Eis, sondern Frischkäse. Den Kuchen haben der jüngste Sohn und ich alleine gegessen, natürlich nicht auf einmal, sondern über Tage verteilt, der Kuchen hält sich nämlich sehr lange frisch.

Das Rezept stammt ursprünglich von  grain de sel – salzkorn, ich habe es in eine glutenfreie Variante abgewandelt.

Mandelkuchen, glutenfrei

Zutaten:

4 Eier, getrennt
1 Prise Salz
200 g zimmerwarme Butter
160 g Zucker
30 g Reismehl
30 g Kartoffelstärke
1 Msp Flohsamenschalen
2 TL Reinweinstein-Backpulver
200 g geschälte und gemahlene Mandeln
Abrieb und 7 Eßlöffel Saft einer Bio-Zitrone oder Bio-Orange

Zubereitung:

Eiweiß mit Salz steif schlagen
Schaummasse aus Butter, Zucker und Eier herstellen
Mehl, Backpulver, Flohsamen, Mandeln und Abrieb der Zitrusfrucht mischen
Mehlmischung und Zitrusfruchtsaft in 3 Portionen in die Schaummasse einrühren
Eischnee portionsweise vorsichtig unter den Teig heben
Backofen auf 180 ° C vorheizen
Teig in vorbereite Springform füllen
ca. 35 – 40 Min. backen

den ausgekühlten Mandelkuchen nach Belieben mit Beeren, Eis und Schlagsahne garnieren

Verlinkungen:
Samstagsplausch

Osterglocken und Schneckenhäuser

Schon als kleines Mädchen habe ich Schneckenhäuschen als Väschen für Blümchen verwendet.

Beim Spazieren laufen entlang der Fränkischen Saale habe ich an der Uferböschung einen Horst Mini-Osterglocken entdeckt und mir ein paar davon gepflückt. Nachdem ich die Blümchen vor einem neutralen Hintergrund abgelichtet habe, stellte ich sie auf eine meiner Bilderleisten.

Wie ich die Stoff-Draht- Eier gemacht habe, erklärte ich bereits bei den Stoffspielereien.

Verlinkungen:
Flower-Friday

Stoffspielereien aus Stoff und Draht

Aus einem ganz feinen Baumwollstoff (Handelsname Käseleinen, Käsetuch oder Passiertuch), Draht und Maisstärkekleister habe ich ein Lichtgefäß und zwei Ostereier gebaut.

Für das Lichtgefäß umwickelte ich einen Kunststoffeimer mit 3 älteren Geschirrhandtüchern, darüber kam eine Schicht Frischhaltefolie. Um diese Unterkonstruktion habe ich flocht ich ein unregelmäßiges Drahtgebilde. Den Baumwollstoff schnitt ich quadratisch zu, spülte ihn in klarem Wasser aus, legte ihn möglichst faltenfrei und über das Drahtgestell und schnitt die überstehenden Ecken ab. Anschließend massierte ich selbst gekochten Maisstärke-Kleister (Rezept ganz unten im Nachtrag) in den Stoff ein, in der Hoffnung, dass der Kleister beim Trocknen den hauchdünnen Stoff mit dem Draht verbindet und das ganz Objekt durch die Maisstärke standfest wird.

Mein Werk habe ich über Nacht trocknen lassen und dann vorsichtig vom Kunststoffeimer getrennt. Tatsächlich ist mein Plan aufgegangen. Ich habe ein hauchfeines, transparentes Gefäß erhalten. Ganz toll finde ich, dass der Draht gerostet ist und feine Strukturen auf dem Stoff hinterlassen hat, daran hatte ich gar nicht gedacht.

Vielleicht baue ich die Fassung einer Tischleuchte in mein Objekt ein und verwende es als Fernsehleuchte. Für die Fotos habe ich einfach eine Lichterkette reingelegt, ein Teelichte oder eine Kerze im Glas gingen auch.

Aus dem restlichen Stück Käseleinen habe ich zwei Ostereier gebaut.

Die Silberdraht-Eier habe ich bereits im letzten Jahr als Deko verwendet.

Den Stoff habe ich mit ein paar Handstichen angenäht und anschließend grob ausgeschnitten.

Ein wenig Maisstärke-Kleister habe ich mit Stoffmalfarben blautürkis eingefärbt, mit den Fingern in den Stoff eingearbeitet und dabei die Nahtzugabe ganz nah an den Draht geschoben. Die Eier trockneten über Nacht auf einer Glasplatte.

In der Nahaufnahme sieht man die Strukturen sehr schön, die Farbe passt wunderbar zu den hübschen Kerzen, die ich geschenkt bekommen habe. Meine erste Osterdeko steht nun auf einer Bilderleiste im Wohnzimmer.

Mehr Spielereien aus Stoff und Draht gibt es heute bei Frau Nahtlust zu sehen.

Nachtrag:

Rezept für Maisstärkekleister

40 g Maisstärke (z.B. Gustin)
500 ml Wasser

Von den 500 ml kaltem Wasser ca.  8 Eßlöffel abnehmen und mit der Maisstärke glattrühren. Das übrige Wasser zum Kochen bringen, den Topf von der Kochstelle nehmen und die angerührte Maisstärke hinzugeben. Den Kleister unter ständigem Rühren nochmals gut aufkochen lassen. Vor der Weiterverwendung den Maisstärkekleister abkühlen lassen. Falls die Masse zu dick ist etwas Wasser einrühren. Ich fülle den fertigen Kleister in Schraubgläser, im Kühlschrank ist er einige Tage haltbar, wie lange genau, kann ich nicht sagen.

Mit solchem Maisstärkekleister habe ich z. B. auch meine Kleisterpapiere für die Frühlingspost 2019 gestaltet.

Gänseblümchen

Ich mag so gerne Gänseblümchen. Jeden Frühling pflücke ich mir Sträußchen davon. Eine andere Marotte von mir ist, Federn im Wald aufzuheben, manche lege ich nach einer Weile wieder auf den Waldboden zurück, besonders hübsche Federn dürfen mit zu mir nach Hause.
Habt Ihr auch solche Angewohnheiten?

Als Vase für die kleinen Seelenschmeichler dient mir ein eckiges Teelichteglas, zusammen mit der Feder und dem Porzellanherz zaubert mir mein kleines Stillleben ein Lächeln ins Gesicht.

Verlinkungen:
Flower-Friday
Frühlingsglück
Montagsherz

Makramee Blumenvase und Federn

Vermutlich rollen Alle, die älter als 55 Jahre sind, mit den Augen, wenn sie nur das Wort Makramee hören und denken an all die Scheußlichkeiten aus muffig riechendem Jutegarn und lackierten Holzperlen, die in den 70igern modern waren. Heute erlebt die Knüpftechnik aus dem Orient eine Renaissance und kommt luftig und leicht daher. Ich bin auf diesen Zug aufgesprungen und habe zwei Federn und eine Hängevase aus Baumwollgarn geknüpft. Die Teile baumeln seit Donnerstag an einem Stück Treibholz am Fenster über meinem Schreibtisch. Zur Premiere durften zwei weiße Ranunkeln in die Vase und sorgen für Frühlingsstimmung in meinem Wohnzimmer.

Die Vase habe ich mir ausgedacht, für die Federn findet man online jede Menge Anleitungen. Ich empfehle, ein dickeres Garn zu verwenden, als ich es getan habe, denn das Aufdröseln der Fäden hat Stunden gedauert. Kein Wunder, denn für die größere Feder habe ich 72 Fäden mit 36 Knoten befestigt und anschließend die 144 Fadenenden mühsam mit Nadel, Bürste und Kamm aufgedröselt, bei der kleineren Feder waren es 48 Fäden, 24 Knoten und 96 Fadenenden.

Das Fotografieren meines Gebamsels hat mich unendlich viele Nerven und Zeit gekostet, zufrieden bin mit den Fotos dennoch nicht. Ich möchte nun endlich in die Bildbearbeitung einsteigen, daher meine Frage an Euch: Welches Bildbearbeitungsprogramm benutzt Ihr?

Verlinkungen:
mehr Makramee von mir findet hier: Schneeflocken und ein weißer Wandbehang
Flower-Friday
Samstagsplausch
den Frühling selber machen
Frühlingsglück

Bauersberg

„Kommst Du am 15.02. mit in die Rhön zum Wandern?“
„Gerne“, antworte ich,
„Wo soll es hingehen?“
„Auf eine Tour rund um den Bauersberg“.

Blick auf Kreuzberg und Heidelstein
Jagdschloss Holzberghof
lustiger Geselle am Wegrand
der sagenumwobene (Mini-) Wasserfall Teufelsmühle
Rothsee

Es war eine wunderschöne, sehr abwechslungsreiche Wandertour bei strahlendem Sonnenschein und guter Fernsicht. Vollkommen unerwartet lag rund um den Bauersberg SCHNEE, der einzige, den ich in diesem Winter gesehen habe. Eingekehrt sind wir unterwegs im Jagdschloss Holzberghof. In den Sommermonaten kann man auch in der Fischerhütte direkt am Rothsee einkehren und ein kleines Besucherberwerk kostenlos besichtigen, beides liegt in unmittelbare Nähe zum Wanderparplatz.

Verlinkungen:
Naturdonnerstag, Samstagsplausch
Schnee beim Amateurphotograph

Farnsberg

Heute nehme ich Euch mit auf eine Wanderung durchs Naturschutzgebiet “Schwarze Berge” in der Bayerischen Rhön zwischen Bad Brückenau und Wildflecken. Wir starten am Geotop “Tintenfass”. Was heute ein malerischer See ist, war bis 1908 ein Kegelberg, 30 Jahre lang wurde der Basaltberg abgetragen und ausgehöhlt. Der einstige Steinbruch hat sich später mit glasklarem Wasser gefüllt. Es ist für mich ein Hochgenuss an einem heißen Sommertag hier im eiskalten Wasser zu schwimmen. Erlaubt ist das Schwimmen offiziell nicht, doch es wird geduldet, solange man sich nicht in den für seltene Kröten abgetrennten Bereich begibt.

Mit Hilfe dieser Seilbahnstation wurde früher der abgebaute Basalt vom Steinbruch zum Basaltschotterwerk Oberriedenberg transportiert.

Durch naturnahe Wälder steigen wir weiter bis hoch zum Gipfel des 786 m hohen Farnsberg.

Heute am 20. Feburar ist es hier oben sehr nebelig, jetzt fängt es auch noch an zu regnen, ich packe die Kamera weg und wir wandern gleich wieder bergab. Wer wissen will, wie es sonst oben auf dem Farnsberg ausschaut, guckt mal hier oder hier bei mir.

Als wir wieder einige Höhenmeter weiter unten sind, klart es wieder auf und wir lassen den Blick über die gegenüberliegenden Höhenrücken schweifen.

Im lichten Wald folgen wir gut gefüllten Bachläufen, die sich ihren Weg zwischen den bemoosten Steinen gesucht haben.

Weiter geht’s über die “Dürre Wiesen”, wegen solchen ökologisch wertvollen Wiesen wird die Rhön wird auch “Land der offenen Fernen” genannt.

Wir streifen den Jugendzeltplatz Farnsberg, dorrt herrscht im Sommer reges Treiben.

Ihr seid nun mit mir fast 3 Stunden lang unterwegs gewesen und habt Euch eine Stärkung verdient, die bekommen wir im neu eröffneten Berghaus Rhön. Seit November 2019 kann man hier einkehren, Familienfeste feiern und auch übernachten. Im Sommer hat man die Wahl: Sonnenterasse mit Fernblick oder Schattenplatz mit Blick auf den großem naturnahen Kinderspielplatz. Ich hoffe Euch hat die Rhönwanderung genauso gut getan wie mir.

verlinkt:
Naturdonnerstag
Niwibo sucht den Frühling
Samstagsplausch
Winterglück

Schneeglöckchen und Makramee-Schneeflocken

Jedes Jahr freue ich mich über die ersten Schneeglöckchen und hol mir ein paar in die Wohnung.

Im April 2013 habe ich einen Post veröffentlicht, bei dem es u. a. ums Scheitern und wieder Neuanfangen geht. Damals hatte ich im Rahmen der Stoffspielereien einen halbfertigen Traumfänger gezeigt, bei dem es mir nicht gelungen war, Schneeflocken aus Stoff herzustellen. Um mich selber zu motivieren schrieb ich damals: “… und ich werde meine Schneeflocken so hinkriegen wie ich sie haben will, nur nicht heute”.

Und jetzt, fast 7 Jahre später, habe ich ganz filigrane Makramee-Schneeflocken aus weißem Baumwollgarn geknotet und finde sie sehr passend zu den Schneeglöckchen. Gesehen hatte ich die Makramee-Schneeflocken erstmal bei Eni, sie hat eine wunderbar verständliche Anleitung dazu geschrieben, vielen Dank nochmals liebe Eni für die Inspiration.

Verlinkungen:
Flower-Friday
Niwibo sucht den Frühling
Flower-Power
Freutag
Samstagsplausch
Winterglück
Sonntagsglück
Montagsherz

18

In der zweiten Januarwoche ist mein jüngster Sohn 18 geworden. Am vergangenen Sonntag haben wir mit der Oma, den Paten und den großen Brüdern, die aus Regensburg, Darmstadt und Berlin angereist waren, gefeiert. Es war so schön. Gefreut hat es mich auch, dass ich die Freundin meines zweiten Sohns kennengelernt habe.

Ursprünglich wollte ich meinen hölzernen Weihnachtsbaum bis zur Feier stehen lassen, doch dann entschied ich mich um und dekorierte mein Wohnzimmer mit Tulpen, Waxflower und bizarren Zweigen winterlich.

Verlinkungen:
Flower-Friday
Freutag
Samstagsplausch

blumige Neujahrswünsche & Weihnachtsbaum im schlichten skandinavischen Design

Nun ist es also da, das Neue Jahrzehnt mit neuen Möglichkeiten, Ideen, Träumen, Visionen, Abenteuern, Magie und Anfängen. Hoffe Ihr seid alle gut rübergekommen, bleibt gesund!

Ich finde es klasse, dass Helga mit dem Flower-Friday weitermacht und habe eine Hochachtung vor ihr und all den anderen Frauen, die es regelmäßig schaffen Posts mit wunderschönen Fotos von Blumengebinden zu veröffentlichen. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich Februar 2013 meinen ersten Flower-Friday-Post veröffentlicht  habe, damals hatte ich gerade eine Schulter-OP hinter mir und konnte meine neugekaufte Kamera  nicht halten. Der Flower-Friday hat bei mir dazu beigetragen dass ich falsche Glaubenssätze über Bord geworfen habe. Bis dahin war bei mir fest verankert, dass frau Schnittblumen geschenkt bekommt und dass Gartenblumen keinesfalls abgeschnitten, sondern nur im Garten bewundert werden dürfen. Was für ein Unsinn!!! Mittlerweile kaufe ich mir selber Blumen, wann immer mir danach ist,  mein Budget ist zwar sehr begrenzt, jedoch freue mich auch an einem einzelnen Blumenstängel, heute ist es ein Ritterstern, der sich die selbstgemachte Rindenvase mit Kiefern- und Lärchenzweigen aus dem Wald. teilt.

Den Weihnachtsbaum im schlichten skandinavischen Design hat Herr K. vor einem Jahr nach meinen Wünschen aus einem ausgedienten Lattenrost gebaut und mir zum Geburtstag geschenkt. Bewusst unregelmäßig gewundene Herzen aus Kiefernzweigen, Wachskerzen, mit Garn umwickelte Holzkugeln und ein Wichtelmädchen reichen mir als Schmuck. Der Baum darf auf jeden Fall noch bis zum Dreikönigstag, wahrscheinlich sogar bis Ende der zweiten Januarwoche stehenbleiben, denn da feieren wir den 18. Geburtstag meines jüngsten Sohns.

Zu meiner großen Freude hat mir Birgitt auch in diesem Jahr einen wunderschön gestalteten Fotokalender geschenkt. Birgitt kann nicht nur toll fotografieren, sondern findet auch immer passende Zitate zu Ihren Fotos. Ich fühle mich sehr wertgeschätzt.

Verlinkungen:

Flower-Friday
Alltagsfreuden
Freutag
Samstagsplausch