Archiv der Kategorie: Kulinarisches

Herbstwald in Holzschale und Martinsgänse

Weil im November die goldenen Tage rar werden, habe ich mir eine Herbstlandschaft fürs Wohnzimmer gebaut. Ein paar Wachsblumen vom Floristen ergänzen meine Fundstücke aus Wald und Feld.

Waxflowers ganz aus der Nähe betrachtet.

Für den Martinstag habe ich eine kleine Linzer Torte mit Herzen und Martinsgänsen,

sowie ein wenig Käsegebäck gebacken, beides hat mir vortrefflich gemundet.

Käsegebäck
ergibt ca. 3 – 4 Bleche

Zutaten für den Teig:

200 g Dinkelmehl Type 630
200 g fein geriebener Hartkäse (z. B. Bergkäse, Appenzeller oder Emmentaler)
200 g kalte Butter
1/2 TL Teelöffel Salz
3 Eigelb

Zutaten fürs Topping:

1 Eigelb mit etwas Wasser verschlagen
je nach Geschmack:
Sesam, Kümmel, Nüsse, Mohn, Kürbiskerne, kleingeschnittene Cranberries

Zubereitung:

  • Dinkelmehl, feingeriebenen Käse, Salz auf ein Brett geben und miteinandervermischen
  • Butterstücke auf die Mehlmischung geben und solange mit einem großen Messer oder einer Teigkarte hacken, bis eine feinkrümelige Masse entsteht
  • Eine Mulde formen, Eigelbe reingeben
  • die Brösel und die Eigelbe zunächst mit einer Gabel, dann mit der Teigkarte, später mit bemehlten Händen rasch zu einem glatten Teig verarbeiten
  • Teig in 2 Hälften teilen, jede Hälfte mit dem Rollholz ca. 1 cm dick ausrollen
  • Teig in Folie verpacken und mehrere Stunden kaltstellen
  • Mürbeteig auf bemehlter Arbeitsfläche oder Backunterlage ca. ½ cm dick ausrollen, beliebige Formen ausstechen oder den gesamten Teig mit dem Teigrädchen in Streifen, Rauten etc. schneiden
  • Backbleche mit Backpapier belegen, Teiglinge mit etwas Abstand darauf legen, das Gebäck geht beim Backen etwas auf
  • Gebäck mit Eigelb dünn bestreichen und mit Saaten, Nüssen etc. bestreuen

Backen:

160 Grad Umluft für etwa 12 Minuten backen, dabei permanent beobachten, wenn das Gebäck an der Oberfläche goldgelb ist, herausnehmen und abkühlen lassen.
Vorsicht: Es ist dann noch etwas weich und härtet erst beim Abkühlen aus.

Käsegebäck in einem luftdicht verschließbaren Gefäß aufbewahren, frisch schmeckt es jedoch am besten.

Ein paar weitere Tipps:

  • Ich habe mir im Baumarkt ein paar Bucheleisten in verschiedenen Stärken und Breiten zurechtsägen lassen, damit kann ich Teige schnell in der gewünschten Dicke ausrollen oder die Leisten als Lineale beim exakten Zuschneiden z. B. von Nussecken oder Kuchenstücken verwenden.
  • Beim Verarbeiten von Teigen verwende ich eine Backunterlage (gab es vor Jahren beim Kaffeeröster), die Teige kleben weniger an der Arbeitsfläche und man braucht dadurch weniger Mehl zum bestäuben
  • Vor Jahren erwarb ich im örtlichen Haushaltswarengeschäft einen „Backstrumpf“, er wird übers Rollholz gezogen, die Teige kleben nicht am Rollholz. Nach Gebrauch wasche ich die Backstrümpfe zusammen mit Geschirrhandtüchern und Spüllappen in der Waschmaschine.  

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Flowerfriday
Samstagsplausch
Montagsherz

Heidelbeerkuchen mit Quarkhaube und Oregano in der Kugelvase

“Mama, der Kuchen schmeckt ziemlich gut!”, sagte mein jüngster Sohn und sein nächstälterer Bruder bestätigte diese Aussage sogleich. Ich habe mich gefreut über die Wertschätzung meiner Söhne und noch mehr, dass die beiden aus Berlin angereist waren um mich ein paar Tage zu besuchen. Zusammen machten wir einen Ausflug mit meiner Mutter und besuchten anschließend meine Schwester und ihren Mann. Schön war es!

Die große Kugelvase habe ich mit Echtem Dost, (Origanum vulgare) gefüllt. Andere Namen für die essbare Wildpflanze sind: Oregano,  Dorst, Dost, Gemeiner Dost, Gewöhnlicher Dost, Wohlgemut, Müllerkraut oder Wilder Majoran.

Das Rezept für den Kuchen habe ich vor ein paar Jahren schon einmal gepostet.

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Flower-Friday
Samstagsplausch

Heidelbeer-Kokos-Mandel-Küchlein und Herbstanemonen

Ich mag es beim Backen gerne unkompliziert, wichtig ist es, dass es schmeckt und das tun sie, meine Heidelbeer-Mandel-Kokos-Küchlein, sie sind glutenfrei und nicht so süß.

Zutaten für 12 Stück oder eine 28er Kuchenform:

180 g Butter
180 g Zucker
4 Eier
50 g Kokosmehl
40 g Kokosflocken
100 g gemahlene Mandeln
20 g Kakao
60 g glutenfreies Mehl
2 TL Backpulver
1 TL Zimt
2 EL Milch

300 – 400 g Heidelbeeren
nach Belieben Schlagsahne

Aus den genannten Zutaten einen Rührteig herstellen, in 12 Backringe oder in eine Springform füllen, mit Heidelbeeren belegen.
ca. 25 – 35 Min. im vorgeheizten Backofen bei 180 °C backen

Der Einfachheit halber füge ich ein Foto der glutenfreien Zutaten bei, alles andere dürfte klar sein.

Hier habe ich  Schlagsahne und ein paar frische Heidelbeeren zusätzlich auf die Küchlein gegeben.

Sind sie nicht zauberhaft, die ersten Herbstanemonen aus dem Garten? Mir reichen 2 Blüten in der schlichten grauen Vase vollkommen.

Nachtrag:
Blumen und Kuchen habe ich vor einem gekauften Fotohintergrund abgelichtet, wer wissen möchte, wo ich den Fotohintergrund gekauft hat, kann mir gerne eine Email schreiben.

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Samstagsplausch

Maiglöckchen, Collage aus Vintagepapieren, Aprikosenkuchen

Mein Vater liebte Maiglöckchen, nächste Woche wäre er 86 Jahre alt geworden, sein 10. Todestag jährt sich im Juni.

Aus Erzählungen weiß ich dass mein Vater (* 1935) und meine Mutter (* 1939) als Kinder im Sommer fast nur barfuß gelaufen sind, weil in den Kriegs- und Nachkriegsjahren das Geld für Schuhe fehlte. Üblich war es, dass Kleidung weitergegeben und so lange geflickt und gestopft wurde, bis sie buchstäblich auseinanderfiel. Diese und ähnliche Gedanken gingen mir beim Kleben der obigen Collage durch den Kopf.

Die Taube auf der Collage ist eine schlimme Kindheitserinnerung von mir: Im Grundschulalter waren meine beiden Schwestern und ich zu Besuch bei einer Tante, es war Winter, wir Mädchen hatten die schneenassen Schuhe ausgezogen und saßen in unseren handgestrickten Strümpfen auf der Bank in der Küche. Bei einer meiner Schwestern hing ein langer Wollfaden am Strumpf, den die Tante mit einer gewöhnlichen Haushaltsschere abschnitt. Unmittelbar danach betrat der Onkel, ein Taubenzüchter, die Küche und trug ein paar Tauben herein, die Tante nahm dieselbe Schere und schnitt den Tauben damit den Kopf ab. Die Schere war offenbar nicht scharf genug und es dauerte lange bis die Köpfe endlich fielen. Anschließend rupfte die Tante die Tauben, schnitt ihnen den Bauch auf, entfernte die Eingeweide und gab uns Kindern die geschlachteten Tauben als Geschenk für die Eltern mit auf den Weg. Beim Gedanken daran wie qualvoll diese Vögel sterben mussten, schüttelt es mich noch heute.

Nachtrag:
Ich bin ein Dorfkind, geb. 12/1963, das Schlachten von Tieren gehörte zu meinem Alltag, jedoch gingen sowohl meine Eltern, Großeltern und später auch meine Schwiegereltern immer immer respektvoll mit Tieren um. Die Tiere wurden artgerecht gehalten und wenn sie schlachtreif waren, wurde darauf geachtet, dass die Tiere nicht leiden und keine Schmerzen erdulden mussten.

Das Rezept für den Aprikosenkuchen mit Johannisbeermarmelade werde ich ein anderes Mal teilen.

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Traurige Fische, Tränendes Herz und Rhabarberkuchen mit Kokos-Baiser

Aus Kleisterpapierresten meiner Frühlingspost 2019, Seidenpapierresten und Schnipseln aus alten Büchern ist eine 15 x 15 cm große Collage passend zum MittwochsMIX-Thema im Mai: Schnipsel & Nachhaltig entstanden.

Ich erfreue mich derzeit an einem einzelnem Zweig Tränendes Herz. Fotografiert habe ich das Blümchen vor neutralem Hintergrund, jetzt steht das Arrangement auf meinem Eßtisch.

In der Nahaufnahme wird deutlich, woher die hübsche Pflanze ihren Namen hat.

Ursprünglich kommt das Rezept für den oberleckeren Rhabarberkuchen mit Kokosbaiser von meiner Freundin E., gestern habe ich den Kuchen als glutenfreie Variante gebacken.

Für alle, die den Kuchen nachbacken wollen:

Rhabarberkuchen mit Kokos-Baiser

Zutaten für den Rührteig:

  • 150 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eigelb
  • 100 g glutenfreies Mehl
  • 50 g Kokosmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 2 EL Milch

statt dem glutenfreien Mehl und dem Kokosmehl können auch 150 g Weizenmehl verwendet werden, dann die 2 EL Milch weglassen

Zutaten für den Belag:

  • 500 g Rhabarber, gewaschen, geputzt und in kleine Stücke geschnitten

Zutaten für die Baisermasse:

  • 3 Eiweiß
  • 100 g Zucker
  • 50 g Kokosraspeln

Zum Bestreuen:

  • 2 EL Kokosraspeln

Zubereitung:

  • Rührteig herstellen und in eine 26 cm große Form füllen
  • den Kuchenboden mit Rhabarberstückchen belegen
  • im vorgeheizten Backofen bei Ober- / Unterhitze bei 200°C ca. 35 – 40 Min backen
  • Kuchen aus dem Ofen nehmen
  • Backtemperatur auf 175 °C reduzieren
  • Kuchen ca. 10 Min. abkühlen lassen
  • Eiweiß schlagen, bis sich kleine Bläschen bilden, Zucker einrieseln lassen, schlagen bis die Masse fest ist und glänzt, Kokosraspeln unterheben
  • Baisermasse auf den vorgebackenen Kuchen verteilen, mit Löffel “Nasen” hochziehen,
  • 2 EL Kokosraspeln auf die Baisermasse streuen
  • Kuchen ca. 15 Min backen, bis Kokosraspeln goldgelb sind

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Vegane Bohnenbratlinge und rote Gartentulpen

Mein jüngster Sohn ist im vergangenen Herbst  zum Studieren in die Hauptstadt ausgeflogen.  Damals wünschte er sich von mir eine Sammlung  “unserer” Rezepte.  Leider habe ich es aus Gründen nicht geschafft ihm diesen  Wunsch zu erfüllen.  Jetzt habe ich mir vorgenommen meinen Blog neu zu beleben und hin und wieder ein Rezept zu veröffentlichen, u. a. weil mir kürzlich der dritte Sohn in einer Bild- / Textnachricht mitgeteilt hat, dass mein Blog beim Kochen / Backen mal wieder “hilfreich” war.

Als Auftakt zeige ich heute  vegane Bohnenbratlinge. Das Originalrezept stammt von dem sehr schönen Blog ElaVegan,  dort werden vegane Bohnenburger vorgestellt und es gibt viele gute Tipps rund um die vegane Ernährung. Ich habe die Rezeptur für die  Patties   ein wenig  abgewandelt.

Vegane Bohnenbratlinge

Zutaten:
3 EL Chiasamen
60 ml Wasser
270 g schwarze Bohnen aus der Dose (Abtropfgewicht)
60 g Kürbis- oder Sonnenblumenkerne (Sesam könnte auch gut schmecken)
60 g Haferflocken (bei Bedarf glutenfrei)
30 g getrocknete Tomaten
1 mittelgroße Zwiebel fein gewürfelt
2 TL Räucherpaprika
1/4 TL rote Chiliflocken
½ TL Meersalz
¼ TL bunter Pfeffer aus der Pfeffermühle
1 TL getrocknetes Bohnenkraut
1 TL Dijon-Senf
Bratöl zum Ausbraten

Zubereitung:

  • Chiasamen mit dem Wasser in einer kleinen Schüssel gut vermischen und ca. 15 Min. quellen lassen.
  • In der Zwischenzeit die Bohnen in einem Sieb gut abspülen, abtropfen lassen und mit einer Gabel oder dem Pürierstab zerdrücken. 
  • Wer mag dünstet die Zwiebelwürfelchen leicht an
  • Getrocknete Tomaten in ca. 1 cm große Stücke schneiden und zusammen mit den Haferflocken und den Kürbis- bzw. Sonnenblumenkernen in einer elektrischen Gewürz- Kaffeemühle oder einem Zerkleinerer grob mahlen.
  • Sämtliche Zutaten mit den Händen zu einem formbaren Teig verarbeiten, bei Bedarf etwas Wasser oder Haferflocken zugeben.
  • 8 Bratlinge formen 
  • Bratöl in einer großen Pfanne erhitzen.
  • Bohnenbratlinge bei mittlerer Temperatur ca. 12 – 15 Min goldbraun ausbraten.

Ich habe 2 der veganen Bohnenbratlinge mittags mit Kartoffelbrei und Karottengemüse gegessen und 2 weitere abends kalt mit Romanesco-Orangen-Salat, die anderen wanderten in die Tiefkühltruhe. Geschmeckt haben mir die Bratlinge sowohl heiß als auch kalt sehr gut. Beim nächsten Mal werde ich die Bohnen etwas mehr zerdrücken. Die Bohnenmasse verträgt viel Gewürz, wobei das geräucherte Paprikapulver den besonderen Pfiff gibt.

Mit den Worten: “Für Dich, aus dem Garten meiner Mutter!”, überreichte mir A. am Sonntag  3 wunderschöne rote langstielige Tulpen. Und ich habe mich gefreut wie Bolle, über ihren Besuch und über die Blumen.

Heute bin ich gespannt, wer von meinen alten Bloggerbekanntschaften noch aktiv im Bloggerland unterwegs ist. Nach meiner langen Blogpause muss ich mich erst wieder in die Technik hineinfuchsen, manches klappt nicht wie gewünscht. Z. B. werden meine Kommentare zum Teil auf anderen Websites nicht angezeigt.

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Friday-Flowerday

Mandelkuchen

Setzt Euch zu mir und sucht Euch ein Stück Mandelkuchen aus, ihr habt freie Wahl: Großes oder kleines Kuchenstück, mit Heidel- und Himbeeren oder nur eine Sorte Beeren, mit oder ohne Vanilleeis oder nur mit Eis oder ein nackiges Stück Kuchen, wem das immer noch nicht passt, nimmt sich nur ein paar Beeren oder nur eine Kugel Eis.

Zu Großfamilienzeiten sagte mein Sohn D. einmal: “Ich habe es noch nie erlebt, dass alle Familienmitglieder alle Komponenten eines Mittagessens gegessen haben.” Das Genörgel am Familientisch brachte mich früher oft an den Rand der Verzweiflung. Heute sind es meine Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Gluten und Histamin), die die Auswahl für mich einschränken, z. B. sind Himbeeren für mich tabu.



Fürs Foto habe ich übrigens gefakt, auf dem Kuchen ist kein Eis, sondern Frischkäse. Den Kuchen haben der jüngste Sohn und ich alleine gegessen, natürlich nicht auf einmal, sondern über Tage verteilt, der Kuchen hält sich nämlich sehr lange frisch.

Das Rezept stammt ursprünglich von  grain de sel – salzkorn, ich habe es in eine glutenfreie Variante abgewandelt.

Mandelkuchen, glutenfrei

Zutaten:

4 Eier, getrennt
1 Prise Salz
200 g zimmerwarme Butter
160 g Zucker
30 g Reismehl
30 g Kartoffelstärke
1 Msp Flohsamenschalen
2 TL Reinweinstein-Backpulver
200 g geschälte und gemahlene Mandeln
Abrieb und 7 Eßlöffel Saft einer Bio-Zitrone oder Bio-Orange

Zubereitung:

Eiweiß mit Salz steif schlagen
Schaummasse aus Butter, Zucker und Eier herstellen
Mehl, Backpulver, Flohsamen, Mandeln und Abrieb der Zitrusfrucht mischen
Mehlmischung und Zitrusfruchtsaft in 3 Portionen in die Schaummasse einrühren
Eischnee portionsweise vorsichtig unter den Teig heben
Backofen auf 180 ° C vorheizen
Teig in vorbereite Springform füllen
ca. 35 – 40 Min. backen

den ausgekühlten Mandelkuchen nach Belieben mit Beeren, Eis und Schlagsahne garnieren

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Samstagsplausch

Tulpen, Torte, Kuchen und Pizza

Am Sonntag feierten wir mit Oma und Paten den 17. Geburtstag von meinem jüngsten Sohn nach.

Auf der Kaffeetafel stand eine Schoko-Sahne-Torte und ein Käsekuchen, ich versichere, beides hat sehr lecker geschmeckt. Das kann man leider von der Pizza nicht behaupten, die wir abends beim Italiener gegessen haben. Der Teig war so hart, dass wir es nicht geschafft haben die Pizza mit Messer und Gabel zu essen, sondern die Servicekraft gebeten haben die Pizza in der Küche in Stücke zu schneiden und dann die Stücke einfach in die Hand genommen haben. Wir waren uns einig, es war die schlechteste Pizza aller Zeiten. Als Gastgeberin habe ich mich zunächst geärgert, im Laufe des Abends bemerkten wir, dass die Gäste an den Nebentischen die gleichen Probleme wie wir hatten und fanden das ziemlich lustig. Dieses Geburtstagsessen werden wir sicherlich in Erinnerung behalten und immer wieder darüber lachen.

Meine regelmäßigen Leser haben schon gesehen, dass ein paar Stücke Käsekuchen mit auf eine traumhafte Schneewanderung durften.

Inzwischen sind die Tulpen noch ein Stück gewachsen und machen durch ihre knallige Farbe einfach gute Laune.

verlinkt zum Flower-Friday
und zum Samstagsplausch

17

Vor zwei Tagen hatte mein jüngster Sohn Geburtstag. Bereits am frühen Morgen hatte ich den Tisch schön gedeckt und die 17 Kerzen auf der Geburtstagstorte angezündet.

Blumen durften natürlich auch nicht fehlen, ich habe mich für gefüllte weiße Tulpen entschieden.

Die Torte aßen wir erst am späten Nachmittag, denn mittwochs kommt mein Sohn erst nach der 10. Stunde von der Schule nach Hause und just am 9. Januar musste er eine Spanisch-Klausur schreiben.

Heute, Freitag, sind die Tulpen richtig schön aufgeblüht und von der Zitronen-Joghurt-Torte ist nur noch ein kleines Stückchen übrig. Diese Torte war eine meiner ersten Torten bei der ich statt Gelatine das pflanzliche Geliermittel Agar-Agar verwendet habe, geschmacklich stellten weder der Sohn noch ich einen Unterschied fest.

verlinkt zum
Flower-Friday
Samstagsplausch

Obstkuchen mit Rührteig und Streuseln

Nach der traumatischen Trennung vom Vater meiner vier Söhne habe ich u. a. diverse Lebensmittelunverträglichkeiten bekommen. Nachdem ich mich länger als 18 Monate lang strikt glutenfrei ernährt habe, vertrage ich mittlerweile dann und wann 1 Stück Kuchen aus Dinkelmehl. Dinkelmehl ist zwar nicht glutenfrei, enthält jedoch andere Glutenine als Weizen und die vertrage ich anscheinend in Maßen.

Den heute gezeigten Apfelkuchen habe ich bereits mehrmals mit Pflaumen gebacken und auch dieser schmeckte meinen Gästen und mir sehr gut. Wer keinerlei Unverträglichkeiten hat, kann den Kuchen auch mit Weizenmehl, “normalen” Backpulver und laktosehaltigen Schmand backen, ich bin mir sicher, er wird auch gelingen und schmecken.  Der Rohrohrzucker verleiht dem Kuchen eine leicht karamellige Note und die Streusel werden damit richtig knackig.

Zutaten:

Kuchenboden:

250 g Dinkelmehl, Type 630
125 g Rohrohrzucker
1 / 2 Päckchen Weinsteinbackpulver
1 Prise Salz
1/2 Teel. Zimt
125 g weiche Butter
2 Eier
100 g laktosefreier Schmand

Belag:

500 g säuerliche Äpfel, z. B. Boskop
oder
500 g reife Pflaumen

Streusel:

100 g lauwarme flüssige Butter
125 g Dinkelmehl Type 630
60 g Rohrohrzucker
1/2 Teelöffel Zimt

nach Belieben einige Eßlöffel Mandelblättchen zum Bestreuen

Ich habe meinen Kuchen in der Rosenform von V*mm*na gebacken,  sie entspricht einer 28er Springform. Den fertigen Kuchen man kann entweder in 16 kleine Stücke oder in 8 megagroße Stücke schneiden,  ein Viertel des Kuchens sieht wie ein Herz aus.


Arbeitsschritte:

Backform fetten
Backofen auf 180 °C Ober- Unterhitze vorheizen

Streusel:

Butter im Backofen schmelzen lassen, Vorsicht Nur lauwarm werden lassen!
Mehl, Rohrohrzucker und Zimt mischen
flüssige Butter tröpfchenweise in das Mehlgemisch fliesen lassen, mit einer Gabel zu Klümpchen rühren, evtl. mit den Fingern ein wenig nachhelfen
Die Streuselmasse im Gefrierschrank oder Kühlschrank abkühlen lassen

Obst:

Äpfel waschen, schälen, achteln, Kerngehäuse entfernen, den Apfel in ca. 3 mm dünne Scheibchen bzw. Stückchen schneiden.

oder

Pflaumen waschen, entsteinen, achteln

Kuchenboden:

Dinkelmehl, Rohrohrzucker, Weinsteinbackpulver, Salz und Zimt miteinander vermischen,
weiche Butter, Eier und Schmand zu den trockenen Zutaten geben,  alles mit der Quirl der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät schnell zu einem Teig verrühren und den Teig in die Form streichen. Das vorbereitete Obst gleichmäßig auf den Kuchenboden verteilen, die Streusel über das Obst geben und den Kuchen evtl. mit Mandelblättchen bestreuen.

den Kuchen in ca. 45 – 55 Min. bei 180 °C im vorgeheizten Backofen goldbraun backen lassen

Dieser Kuchen ist  sowohl frisch gebacken als auch am nächsten Tag ein Gedicht: Fluffig, der Boden, saftig, süss-säuerlich das Obst und knackig-süss die Streusel. Wer es noch üppiger mag, isst eine Portion frisch geschlagene Sahne und eine Kugel Vanilleis dazu.

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Montagsherz