Kategorie-Archiv: Rhön

Naturwaldreservat Lösershag

Naturwaldreservate sind Wälder, die sich in einem weitgehend naturnahen Zustand befinden. Die natürliche Waldentwicklung läuft hier ungestört ab. Im Lauf der Zeit entstehen Urwälder mit starken Bäumen und viel Totholz.  Wir erwanderten am Sonntag bei frühlingshaften Temperaturen das Naturwaldreservat Lösershag in der Bayerischen Rhön, es liegt in den “Schwarzen Bergen” bei Wildflecken/Oberbach und ist das älteste Naturschutzgebiet der Rhön.Der Boden des Reservats wird von einem Blockschuttfeld aus Basalt geprägt. Dieser Basalt geht auf Vulkanausbrüche vor rund 20  Millionen Jahren zurück. Während der Feinboden durch Erosion immer wieder abgewaschen wird, ist der Blockschutt seit Jahrtausenden erhalten geblieben. Im Gipfelbereich wächst auf blocküberlagerten Böden der klassische Blockschuttwald aus  Esche, Bergulme, Sommerlinde, Bergahorn und Spitzahorn. Der Großteil dieser Bäume ist 160 – 200 Jahre alt.Ansonsten bestimmt die Buche am Lösershag das Waldbild. Zu unserem Bedauern waren im gesamten Wald noch keine Märzenbecher zu entdecken, bei dem rauen Klima der Rhön brauchen die Frühblüher noch etwas Zeit.
Stehendes und liegendes Totholz ist ökologisch äußerst wertvoll, denn es  bietet einer Vielzahl von Käfern, Pilzen und Kleinstlebewesen Lebensraum.Seit über 50 Jahren bleibt der Wald am Lösershag sich selbst überlassen, das Betreten des Reservats erfolgt auf eigene Gefahr, es ist immer umstürzenden Bäumen, abbrechenden Ästen, querliegenden Stämmen und Basaltblöcken zu rechnen.
Teilweise war der Aufstieg bis zum 765 m hohen Gipfel ganz schön steil und wir rasteten einige Male um Luft zu holen,  Fernsicht und Rucksackverpflegung zu genießen.
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Naturdonnerstag bei Jahreszeitenbriefe

Schwarzes Moor

Dieser Bohlensteg führt durch das Schwarze Moor am Dreiländereck von Bayern, Hessen und Thüringen.

Das Schwarze Moor ist eines der bedeutendsten Hochmoore Mitteleuropas, weil es  bereits früh unter Naturschutz gestellt  wurde und somit weitgehend von Trockenlegung und Torfabbau verschont blieb.   Alle Entwicklungsstadien einer Moorlandschaft vom Niedermoor über die Übergangsmoore bis zum aufgewölbten Hochmoor können nachvollzogen werden, erklären die Informationstafeln am Moorlehrpfad anschaulich.

Das Schwarze Moor gehört zu den großen Naturschätzen im Biosphärenreservat Rhön und beheimatet viele selten gewordene Tier- und Pflanzenarten.

 Vom Aussichtsturm aus kann man sich einen guten Überblick über das Naturschutzgebiet verschaffen.

Es ist streng verboten die Bohlenpfade zu verlassen, denn das Betreten der Flächen würde die empfindliche Vegetation zerstören.

Typischer Baum für das Moor ist die Karparten-Birke, eine Unterart der Moorbirke, die mit dem rauen Klima in der Rhön und dem sauren nährstoffarmen Boden des Moores bestens zurechtkommt. Einst wurde vom Reicharbeitsdienst am Rand des Moors ein Fichtenforst gepflanzt, dieser soll nun nach und nach zum natürlichen Weichlaubwald zurückgeführt werden.
Wir sind am Reformationstag in aller Frühe im Schwarzen Moor gewesen und wollten den Sonnenaufgang im waberten Nebel fotografieren, der Plan ging damals nicht auf, von Nebel keine Spur, obwohl es im Schwarzen Moor durchschnittlich 200 Nebeltage jährlich gibt.verlinkt zu
Bunt ist die Welt, heutiges Thema: Wege
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Jahreszeitenbriefe, heutiges Thema: Mein Freund, der Baum

Hexagon und Säulenbasalt

Im Januar steht der Muster-Mittwoch bei Müllerin-Art unter dem Thema Hexgon.
Ich habe erst mit Zirkel und Geodreieck versucht Hexagone in unterschiedlichen Größen zu konstruieren, doch dann habe ich auf ausdruckbare Vorlagen aus dem Internet zurückgegriffen.
Aus einem Modekatalog mit sehr ästhetischen Fotos schnippelte ich verschieden große Hexagone und spielte mit ihnen ein wenig herum.
Wobei mein Plan von vorneherein fest stand: Dreidimensionale Hexagone sollten es werden.
Am besten gefielen mir die einzelnen Objekte, wenn ich drei Katalogblätter zusammennäht hatte. Die Wirkung ist unterschiedlich, je nachdem in welcher Richtung die Naht verläuft: von Spitze zu Spitze, wie bei dem linken Teil oder in der Mitte einer Kante, wie bei dem rechten Teil.Ein paar Hexgone tanzen jetzt an einem Zweig auf dem Fensterbrett in der warmen Heizungsluft, fotografieren lassen sie sich dort nicht schön.
Auch in der Natur gibt es Hexagone, beispielsweise in der Bayerischen Rhön am Gangolfsberg. Dort kann man eine Prismenwand bestauen,  die aus übereinander gelagerten 4 – 6-eckigen Basaltsäulen  besteht.
Die einzelnen Steinsäulen haben einem Durchmesser von 30 bis 40 cm. Der Säulenbasalt entstand zur Zeit des Rhön-Vulkanismus vor 30 bis 10 Millionen Jahren, als flüssiges Magma langsam abkühlte und erstarrte. verlinkt zum
Mustermittwoch bei Müllerin-Art
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Naturdonnerstag bei Jahreszeitenbriefe

Franziskusweg

Kürzlich sind wir in der Langen Rhön den Franziskusweg, ein Besinnungsweg zum Sonnengesang des Heiligen Franziskus gegangen. Der Rundweg führt durch lichten, aber auch  durch dichten Wald über sonnenbeschienene Rhönwiesen mit grandiosem Fernblick, durch Bachauen, über Brücken entlang einer belebten Straße und hinein in ganz stille Winkel.Entlang am Weg wurden die zehn Strophen des  Sonnengesangs mit Skulpturen und Kunstobjekten der Holzbildhauerschule Bischofsheim bildlich gestaltet.
Zusätzlich zum Sonnengesang ist ein Lebensweg mit  Lesestationen eingeflochten, gerade diese meditativen, nichtkirchlichen Texte haben mich sehr angesprochen
Es gibt den Wolf in mir.
Ich kann ihn nicht besiegen, aber zähmen.

“Man wandelt nur was man annimmt.”
Frieden: 
Da berühren sich Himmel und Erde



Nähere Informationen, aber auch einen Teil der meditativen Texte, die mich sehr angesprochen haben, findet man auf der Web-Site zum Franziskusweg, dort kann man auch ein Buch mit allen Texten und Bildern des Sonnengesangs und des Lebenswegs bestellen.verlinkt zu:

Naturdonnerstag

Samstagsplausch

Zitat zum Bild

Holzschindeln

Danke an alle, die mir Tipps bei meinem technischen Problem gegeben haben. Mein Sohn D. hat inzwischen alle Photos verkleinert und wieder Platz bei WordPress geschaffen. Künftig lade ich nur noch Photos mit max. 180 KB hoch, dann sollte der Speicherplatz noch für viele Jahre ausreichen.
Auf dem Weg zur Milseburg bin ich durch kleine Rhöner Dörfer gefahren, dort gibt es noch viele alte Häuser, deren Fassaden  ganz traditionell mit Holzschindeln verschalt sind, in früheren Zeiten war das Standard und hat sich im rauen Klima der Rhön bestens bewährt.Die Schindeln sind zum Teil mit Farbe angestrichen und zum Teil unbehandelt und im Laufe der Jahre “versilbert.”
Der außen aufgesetzte Rollokasten wirkt auf mich wie ein Fremdkörper.
Die bleiverglasten Fenster gehören zu einer Gastwirtschaft.
Interessant die türkisgrünen Absetzungen.
Ein Neubau mit Holzschindeln und weißen Holzfenstern.

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Fenster und Fassaden