Archiv der Kategorie: selbstgemacht

gewebte Karos aus Papier

Erst einmal bedanke ich mich für die Genesungswünsche. Ich bin vergangene Woche umgeknickt, nicht in Wald und Feld, wo ich ständig unterwegs bin, sondern bin beim Betreten des Hauses auf der Fußmatte umgeknickt. Am Donnerstag wurde eine Bänderdehnung diagnostiziert, ich nehme Schmerzmittel, der Knöchel wird mit Salbe behandelt, ich trage eine Aircast-Schiene, darf den Fuß nicht belasten, laufe also mit Gehhilfen. Das Dumme ist, dass im Juni 2018 mit dem gleichen Fuß schon einmal umgeknickt bin und die Gefahr besteht, dass das Gelenk nun dauerhaft instabil wird.


Im Herbst 2016 habe ich Gelliprints auf kyrillischen bedruckten Buchseiten gemacht, schon damals schnitt ich jeweils eine helle und eine dunkel eingefärbte Buchseite in ca. 0,7 cm schmale Streifen und verwebte sie miteinander.

Nachdem ich ein ca. handtellergroßes gestreiftes Quadrat gewebt hatte, verließ mich die Muße und ich legte den “Papierteppich” zur Seite. Vor ein paar Tagen fiel mir diese Werkelei wieder in die Hände und ich webte weiter, bis das Qudrat ca. 20 x 20 cm groß war, was ich dann damit gemacht habe, bleibt vorerst noch geheim.

Von hinten sieht man die kyrillische Schrift.

Aus den restlichen Papierstreifen habe ich Karos gewebt, das Material reichte noch für ein ca. 8 x 8 cm großes Quadrat, auch dessen Weiterverwendung zeige ich in Kürze.

Ob Streifen oder Karos bei der Weberei entstehen entscheidet sich so:
linkes Bild: Waagerecht werden nur dunkle und senkrecht nur helle Papierstreifen verwebt, es entstehen Karos.
rechtes Bild: Sowohl waagerecht als auch senkrecht werden die Papierstreifen stets abwechselt hell, dunkel, hell, dunkel verwebt, es entsteht ein Streifenmuster.

verlinkt zur Papierliebe am Montag, Thema Karos


Weihnachtsbaum im schlichten skandinavischen Design

Vorsichtshalber kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung, da es um einen Nachbau eines skandinavischen Herstellers handelt.

„Womit kann ich Dir zu Deinem Geburtstag eine Freude machen?“, fragte der Gefährte.
 „Darf ich mir auch eine Schreinerarbeit wünschen?“, antwortete ich, dazu muss man wissen, dass der Gefährte Anfang des Jahrtausends eine Schreinerausbildung gemacht hat, jedoch bisher nicht in diesem Beruf gearbeitet hat.
 „Um welche Schreinerarbeit geht es denn?“
„Ich habe kürzlich einen schlichten skandinavischen Designer Weihnachtsbaum aus Holz gesehen, der mir super gut gefällt.“

Nachdem ich dem Gefährten das Objekt meiner Begierde im Internet gezeigt hatte, überlegte er kurz und antwortete dann: „Hast Du noch den kaputten Lattenrost Deines Sohnes?, falls ja könnte ich die Holzlatten verwenden, das würde jede Menge Arbeit sparen.“

Sogleich holte ich die Holzlatten aus dem Keller, zusammen überlegten, rechneten und tüftelten wir, besorgten im Baumarkt einen Rundholzstab sowie Holzdübel und der Gefährte nahm alle Materialien mit zu sich nach Hause.

An meinem Geburtstag, der auf den 2. Adventssonntag gefallen war, überreichte mir der Gefährte den fertigen Weihnachtsbaum mit den Worten: „Nur ein Schreiner kann eine Frau glücklich machen“.

Ich war total überwältigt, der nachgebaute Designer Weihnachtsbaum, gefällt mir noch besser als das Original, denn das hat als Spitze eine Kugel, der Gefährte hat stattdessen aus vorhandenen Holzresten einen Stern angefertigt.

Dekoriert hattee ich meinen Weihnachtsbaum ganz schlicht, so wie ich es derzeit mag:
Aus Kiefernzweigen wand ich  unregelmäßige Herzen, die Wachskerzen zündete ich aus Brandschutzgründen nicht an.
Das Wichtelmädchen sah ich am Freitag vor Heilig Abend zufällig im Schaufenster eines kleinen Ladens in der Innenstadt sitzen.

Holzkugeln mit Garn zu umwickeln, ist keine Idee von mir, gesehen habe ich das  auf dem Blog bildschönesdesign und danke Julia für die Inspiration.

Bei Einbruch der Dunkelheit stellte ich LED-Teelichte auf die Holzlatten und den Baum beleuchtete den Baum damit.

Inzwischen habe ich den Up-cycling-Weihnachtsbaum längst wieder abgebaut, der Gefährte hat den immerwährenden Baum so konstruiert, dass er sich ganz leicht in seine Einzelteile zerlegen und platzsparend verstauen lässt.

verlinkt zu:
Creadienstag

Dings vom Dienstag
Handmade on Tuesday
einfach.nachhaltig.besser.leben

Friedenstauben – Kartoffeldruck

Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung, da Produkte gezeigt werden und Namen und Orte genannt werden.

Kartoffeldruck auf Seifenblasen MarkMaking

In einer schlaflosen Nacht zu Jahresbeginn warf ich einen Blick auf die Adventspost-Linkliste 2018, dabei wurde mein Auge geradezu magisch von noz!designs kunstvoll gestalteten Karten angezogen. Auf ihrem Blog noz!design erklärt Katja die Seifenblasen-Mark-Making-Technik aufs wunderbarste (sogar mit Video) und mir war klar, das muss ich ausprobieren und zwar sofort.

Ich schnappte mir ein paar zufällig herumliegende hellgraue Kartonstreifen und begann zu werkeln. Katja verwendete Tusche, doch die hatte ich nicht mitten in der Nacht nicht zur Hand, daher mischte ich erst blaue und später weiße Acrylfarbe ins Spülmittelwasser. Meine Seifenblasenplatzer sind nicht so filigran und magisch wie bei Katja geworden, das lag vermutlich an der Acrylfarbe, interessant sehen sie dennoch aus. Nach einer guten Stunde herumblubbern legte ich mich wieder schlafen.

Am nächsten Morgen las ich auf dem Blog Nahtlust das Monatsthema bei der Papierliebe am Montag: “Gefiedertes” und dann ging es Schlag auf Schlag, ich hatte sofort eine Idee:

Mithilfe eines Plätzchenausstechers fertigte ich Kartoffelstempel an.

Erst stempelte ich mit einen Schwarm blaue (Bürostempelkissen) Friedenstauben auf den Seifenblasen-Mark-Making-Untergrund.

Während ich stempelte, kam mir eine Skulptur vom Franziskusweg in den Sinn und ich versuchte sie ein Stück weit nachzudrucken, ganz wäre es nicht gegangen, da meine Papiere viel zu klein waren.

Meine schwarzen (Textilstempelfarbe) Friedenstauben sehen ein wenig wie Fledermäuse aus.


Später erwarb ich im Schreibwarenladen einen weißen Gelroller und kritzelte das Wort “Friede” schlampig auf die schwarzen Tauben, diese Inspiration habe ich ebenfalls von noz!design.

Mit Hilfe der G*Print-Plate druckte ich mit Acrylfarben einen farbigen Untergrund auf Leinenstrukturpapier und bestrich die Kartoffelstempel ebenfalls mit Acrylfarben.

(unbezahlte Werbung, da Produkt gezeigt wird)

Aus dem “Bücherschrank” (Telefonzelle, in der ausrangierte Bücher zum kostenlosen Mitnehmen ausliegen) besorgte ich mir mehre Bücher – eines davon ist auf spanisch geschrieben – und bedruckte Buchseiten.

Der Negativdruck mit der ganzen Kartoffel sieht aus die Aufkleber der Friedensbewegung in den 80iger Jahren.

Bunt (Textilstempelfarbe) übereinander- und ineinandergedruckt haben meine Tauben etwas von M.C. Escher (kostenlose Werbung, da Namensnennung)

Ich bin in einen kreativen Rausch geraten und habe in den letzten Tagen noch viel mehr gedruckt und gestaltet. Es ist wirklich so: Machen, einfach machen, dann kommen die Ideen wie von selbst.

verlinkt zu:
Papierliebe am Montag, Monatshema: “Gefiedertes”

Ostersträuße

Ich habe ein ausgeblasenes Gänseei geschenkt bekommen und es blau marmoriert.
Die Technik ist ganz einfach: Ein paar Eßlöffel  Reis in ein Plastikgefäß mit Deckel  (z. B. eine Eisverpackung) kippen, ein paar Tropfen blaue und schwarze Acrylfarbe (sollen gekochte Eier marmoriert werden, bitte unbedingt Lebensmittelfarbe nehmen)  und ein wenig Wasser darüber träufeln, Deckel aufsetzen, Gefäß kräftig schütteln bis sich der  Reis hat  voll Farbe gesaugt hat, das ausgeblasene Ei zum Reis geben, Deckel wieder schließen,  den Behälter nun sanft  schütteln, sobald das Ei genügend marmoriert ist, herausnehmen und auf Papier trocknen lassen, evtl. anhaftende Reiskörner nach dem Trocknen entfernen.
Mir gefällt der Kontrast von den gelb blühenden Kornelkirschzweigen und dem Blau von Ei und Sofakissen sehr.Weil das Marmorieren mit dem Gänseei so gut geklappt hat, habe ich ein gekauftes goldenes Gipsei ebenfalls blau gefärbt,  Brigitts Osterkarte passt perfekt dazu.
Als ich bemerkte, dass ich die Nahaufnahme von Claudias witziger Tee-Osterkarte – sie liegt links neben dem Laptop – vergessen habe, war der Teebeutel bereits in der Tasse gelandet.
Nicht vergessen habe ich eine Nahaufnahme von Frau Libelleins kunstvoll bemalten Eiern, ich habe sie 2014 gewonnen und finde sie nach wie vor wahnsinnig schön.Auch nur in der Nahaufnahme zu sehen: seit Ostersonntag blühen die Apfelzweige auf dem Fensterbrett.
Ebenfalls nur in der Nahaufnahe zu sehen: Ein Schneckenhäuschen spielt Blumenvase für die im Park gepflückten Blausternchen.
Meine Papiereier hängen dieses Jahr an Maulbeerzweigen, auch diese beginnen auszutreiben,
ebenso die Weißdornzweige, an denen das  Ei aus Leinenstoff hängt.
Wer denkt, er hätte alle meine diesjährigen Ostersträuße gesehen täuscht sich, ich habe noch andere Zweige stehen, an denen Eier hängen, doch die haben es aus Gründen nicht in den Blog geschafft.

meine Ostersträuße verlinke ich zu:
Bunt ist die Welt, Thema Osterfest
und zum
Flower-Friday, dort sammelt Helga Freitag für Freitag Blumenkreationen
das Fensterbrett verlinke ich zu Tabeas 12-tel-Blick:
Die Idee: jeden Monat zur selben Zeit ein Foto an der der selben Stelle machen und schauen was sich verändert hat, wer wissen will, wie mein Schreibtisch im Februar ausgesehen hat, hat schaut hier

Glückwunschkarte Baby – Verwendung von Vliesofix

Für mich ist jedes Neugeborene ein Wunder, im Oktober freute ich mich über die Geburt von Flynn. Meine Glückwunschkarte könnten die glücklichen Eltern auf eine Bilderleiste stellen, da ich die Karte nicht aus Karton sondern aus einer mit Packpapier beklebten Rückwand eines alten Bilderrahmens bastelte.  Als Kleber verwendete ich Tapetenkleister, der trocknet transparent auf, das dauert allerdings einige Stunden.  Für den Strampler doppelte ich ein Stückchen gepunkteten Baumwollstoff mit Vliesofix, so bekommt der Stoff mehr Stand und franst nicht aus.
Auch die Rückseite der Karte gestaltete ich:
Der gepunktete Stoff und auch das Papier mit dem irischen Segenswunsch  ist nicht aufgeklebt, sondern mit  Vliesofix aufgebügelt.
Vliesofix verwende ich schon seit über 30 Jahren, doch erst bei der letztjährigen Tee-Adventskalender-Aktion kam ich auf die Idee, damit nicht nur Stoffe zu verbinden, sondern auch Papier und Stoff. Ich ärgerte mich in der Vergangenheit schon oft, dass eine Werkelei  unbrauchbar geworden ist, weil der Kleber durch den Stoff durchgeschlagen ist.
Gerade jetzt, als ich den Link zum Hersteller von Vliesofix fand, las ich: “Verwendung für für alle Stoffe, Bast, Pappe, Holz, bei geringer Temperatur auch Leder”, ich habe mein Vliesofix bisher immer als Meterware im örtlichen Stoffladen gekauft, ohne Anleitung.Zurück zum Babygeschenk.
Als ich im Drogeriemarkt sah, wie hübsch dort die Papier-Einkaufstüten sind, lies ich mir ausnahmsweise eine  Tüte geben, zerschnitt sie und klebte sie auf den Versandkarton blöd, dass das transparente Klebeband am Schluss hudelte. Was noch im Karton war, wissen die jungen Eltern.
verlinkt zu:
Dienstagsdinge
Creadienstag
Handemade on Tuesday

ZENTANGLE

Im vergangenen Frühjahr bin ich auf Zentangle gestoßen. Ich frage mich gerade, warum ich damit nicht weiter gemacht habe, denn das Tanglen hat mir damals großen Spaß gemacht und es ist herrlich entspannend.
Idealerweise zeichnet man auf die Vorderseite einer sogenannte Zentangle-Kachel, diese ist 9 x 9 cm groß, ein praktisches Format, das in jede Handtasche passt.
Beim Zentangle sollte jeder Strich bewusst und mit Bedacht gesetzt werden, jedoch ohne darüber nachzudenken, wie das Endresultat aussehen wird, dadurch kann man in eine andere Welt eintauchen, in der sich neue und frische Gedanken, neue Perspektiven und kreative Gedankenblitze entfalten. Zentangle soll helfen die rechte Gehirnhälfte zu aktivieren.

Beim Zentangle  kreiert man immer eigene Muster, sie sollen abstrakt und gegenstandslos sein. Es gibt kein Oben oder Unten. Es wird immer richtig. Hier habe ich einmal habe ich mit Füller getangelt, ideal sind jedoch Pigmentliner in verschieden Stärken und ein Bleistift zum Schattieren der Muster.
verlinkt zum
Mustermittwoch,
Monatsthema: kleingemustertes

Papiergirlanden und Tassenuntersetzer

Im Januar steht der Muster-Mittwoch bei Müllerin-Art unter dem Thema Hexgon, vergangene Woche zeigte ich bereits dreidimensionale Hexagon-Anhänger aus Papier. Heute zeige ich dreidimensionale Papiergirlanden und Tassenuntersetzer aus Jeansstoff.Für die Papiergirlanden habe ich aus einem Modekatalog Sechsecke in verschiedenen Größen ausgeschnitten und jeweils drei Papierschichten zusammengenäht und dann die einzelnen Seiten aufgefächert.
Genau in dem Moment als ich die Fotos machte, schien die Sonne ins Zimmer und die einzelnen Papierobjekte warfen sechseckige Schatten auf dem Tisch.
Jetzt hängen die Girlanden am Fenster und drehen sich durch die Luftströmung der Heizung.
Die Tassenuntersetzer habe ich aus den Materialien gemacht, die ich gerade da hatte: Ein paar Jeans- und Baumwollstoffreste. Gefüttert sind die Untersetzer mit zwei Lagen Vlies. Beim Handquilten habe ich mir die Finger wundgestochen, es war Sonntag, die Läden hatten zu und ich hatte keinen Fingerhut, die Nadel wollte einfach nicht richtig durch die vielen Stofflagen gleiten und verbog sich,  meine Handstiche sind zwar nicht so gleichmäßig geworden, wie ich es gerne hätte, dennoch mag ich die Wirkung des Handquiltens sehr.Eine sehr schöne  Nähanleitung für sechseckige Tassenuntersetzer  habe ich  auf dem Blog: das mach ich nachts gefunden.
verlinkt zum
Muster-Mittwoch bei Müllerin-Art: Thema Hexagon