Kategorie-Archiv: selbstgemacht

Ostersträuße

Ich habe ein ausgeblasenes Gänseei geschenkt bekommen und es blau marmoriert.
Die Technik ist ganz einfach: Ein paar Eßlöffel  Reis in ein Plastikgefäß mit Deckel  (z. B. eine Eisverpackung) kippen, ein paar Tropfen blaue und schwarze Acrylfarbe (sollen gekochte Eier marmoriert werden, bitte unbedingt Lebensmittelfarbe nehmen)  und ein wenig Wasser darüber träufeln, Deckel aufsetzen, Gefäß kräftig schütteln bis sich der  Reis hat  voll Farbe gesaugt hat, das ausgeblasene Ei zum Reis geben, Deckel wieder schließen,  den Behälter nun sanft  schütteln, sobald das Ei genügend marmoriert ist, herausnehmen und auf Papier trocknen lassen, evtl. anhaftende Reiskörner nach dem Trocknen entfernen.
Mir gefällt der Kontrast von den gelb blühenden Kornelkirschzweigen und dem Blau von Ei und Sofakissen sehr.Weil das Marmorieren mit dem Gänseei so gut geklappt hat, habe ich ein gekauftes goldenes Gipsei ebenfalls blau gefärbt,  Brigitts Osterkarte passt perfekt dazu.
Als ich bemerkte, dass ich die Nahaufnahme von Claudias witziger Tee-Osterkarte – sie liegt links neben dem Laptop – vergessen habe, war der Teebeutel bereits in der Tasse gelandet.
Nicht vergessen habe ich eine Nahaufnahme von Frau Libelleins kunstvoll bemalten Eiern, ich habe sie 2014 gewonnen und finde sie nach wie vor wahnsinnig schön.Auch nur in der Nahaufnahme zu sehen: seit Ostersonntag blühen die Apfelzweige auf dem Fensterbrett.
Ebenfalls nur in der Nahaufnahe zu sehen: Ein Schneckenhäuschen spielt Blumenvase für die im Park gepflückten Blausternchen.
Meine Papiereier hängen dieses Jahr an Maulbeerzweigen, auch diese beginnen auszutreiben,
ebenso die Weißdornzweige, an denen das  Ei aus Leinenstoff hängt.
Wer denkt, er hätte alle meine diesjährigen Ostersträuße gesehen täuscht sich, ich habe noch andere Zweige stehen, an denen Eier hängen, doch die haben es aus Gründen nicht in den Blog geschafft.

meine Ostersträuße verlinke ich zu:
Bunt ist die Welt, Thema Osterfest
und zum
Flower-Friday, dort sammelt Helga Freitag für Freitag Blumenkreationen
das Fensterbrett verlinke ich zu Tabeas 12-tel-Blick:
Die Idee: jeden Monat zur selben Zeit ein Foto an der der selben Stelle machen und schauen was sich verändert hat, wer wissen will, wie mein Schreibtisch im Februar ausgesehen hat, hat schaut hier

Glückwunschkarte Baby – Verwendung von Vliesofix

Für mich ist jedes Neugeborene ein Wunder, im Oktober freute ich mich über die Geburt von Flynn. Meine Glückwunschkarte könnten die glücklichen Eltern auf eine Bilderleiste stellen, da ich die Karte nicht aus Karton sondern aus einer mit Packpapier beklebten Rückwand eines alten Bilderrahmens bastelte.  Als Kleber verwendete ich Tapetenkleister, der trocknet transparent auf, das dauert allerdings einige Stunden.  Für den Strampler doppelte ich ein Stückchen gepunkteten Baumwollstoff mit Vliesofix, so bekommt der Stoff mehr Stand und franst nicht aus.
Auch die Rückseite der Karte gestaltete ich:
Der gepunktete Stoff und auch das Papier mit dem irischen Segenswunsch  ist nicht aufgeklebt, sondern mit  Vliesofix aufgebügelt.
Vliesofix verwende ich schon seit über 30 Jahren, doch erst bei der letztjährigen Tee-Adventskalender-Aktion kam ich auf die Idee, damit nicht nur Stoffe zu verbinden, sondern auch Papier und Stoff. Ich ärgerte mich in der Vergangenheit schon oft, dass eine Werkelei  unbrauchbar geworden ist, weil der Kleber durch den Stoff durchgeschlagen ist.
Gerade jetzt, als ich den Link zum Hersteller von Vliesofix fand, las ich: “Verwendung für für alle Stoffe, Bast, Pappe, Holz, bei geringer Temperatur auch Leder”, ich habe mein Vliesofix bisher immer als Meterware im örtlichen Stoffladen gekauft, ohne Anleitung.Zurück zum Babygeschenk.
Als ich im Drogeriemarkt sah, wie hübsch dort die Papier-Einkaufstüten sind, lies ich mir ausnahmsweise eine  Tüte geben, zerschnitt sie und klebte sie auf den Versandkarton blöd, dass das transparente Klebeband am Schluss hudelte. Was noch im Karton war, wissen die jungen Eltern.
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Dienstagsdinge
Creadienstag
Handemade on Tuesday

ZENTANGLE

Im vergangenen Frühjahr bin ich auf Zentangle gestoßen. Ich frage mich gerade, warum ich damit nicht weiter gemacht habe, denn das Tanglen hat mir damals großen Spaß gemacht und es ist herrlich entspannend.
Idealerweise zeichnet man auf die Vorderseite einer sogenannte Zentangle-Kachel, diese ist 9 x 9 cm groß, ein praktisches Format, das in jede Handtasche passt.
Beim Zentangle sollte jeder Strich bewusst und mit Bedacht gesetzt werden, jedoch ohne darüber nachzudenken, wie das Endresultat aussehen wird, dadurch kann man in eine andere Welt eintauchen, in der sich neue und frische Gedanken, neue Perspektiven und kreative Gedankenblitze entfalten. Zentangle soll helfen die rechte Gehirnhälfte zu aktivieren.

Beim Zentangle  kreiert man immer eigene Muster, sie sollen abstrakt und gegenstandslos sein. Es gibt kein Oben oder Unten. Es wird immer richtig. Hier habe ich einmal habe ich mit Füller getangelt, ideal sind jedoch Pigmentliner in verschieden Stärken und ein Bleistift zum Schattieren der Muster.
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Mustermittwoch,
Monatsthema: kleingemustertes

Papiergirlanden und Tassenuntersetzer

Im Januar steht der Muster-Mittwoch bei Müllerin-Art unter dem Thema Hexgon, vergangene Woche zeigte ich bereits dreidimensionale Hexagon-Anhänger aus Papier. Heute zeige ich dreidimensionale Papiergirlanden und Tassenuntersetzer aus Jeansstoff.Für die Papiergirlanden habe ich aus einem Modekatalog Sechsecke in verschiedenen Größen ausgeschnitten und jeweils drei Papierschichten zusammengenäht und dann die einzelnen Seiten aufgefächert.
Genau in dem Moment als ich die Fotos machte, schien die Sonne ins Zimmer und die einzelnen Papierobjekte warfen sechseckige Schatten auf dem Tisch.
Jetzt hängen die Girlanden am Fenster und drehen sich durch die Luftströmung der Heizung.
Die Tassenuntersetzer habe ich aus den Materialien gemacht, die ich gerade da hatte: Ein paar Jeans- und Baumwollstoffreste. Gefüttert sind die Untersetzer mit zwei Lagen Vlies. Beim Handquilten habe ich mir die Finger wundgestochen, es war Sonntag, die Läden hatten zu und ich hatte keinen Fingerhut, die Nadel wollte einfach nicht richtig durch die vielen Stofflagen gleiten und verbog sich,  meine Handstiche sind zwar nicht so gleichmäßig geworden, wie ich es gerne hätte, dennoch mag ich die Wirkung des Handquiltens sehr.Eine sehr schöne  Nähanleitung für sechseckige Tassenuntersetzer  habe ich  auf dem Blog: das mach ich nachts gefunden.
verlinkt zum
Muster-Mittwoch bei Müllerin-Art: Thema Hexagon

Musterdrucke mit Gummringen und Spitzenborde

Mit einem Stück Borde von einer alten Tischdecke und Gummiringen habe ich mit  der Gelli-Print-Plate Muster gedruckt.  Wie meist beim Gelli drucken habe ich mich in einen wahren Rausch gedruckt, ich saß bis spät in der Nacht draußen auf dem Balkon und druckte und druckte, an die 20  DIN A 4 große Papierbögen mit Leinenstruktur habe ich bedruckt, bei manchen Drucken verpasste ich den richtigen Zeitpunkt zum aufhören, egal, dann ist das jetzt so. 

Fürs Photo spannte ich heute morgen eine Schnur auf dem Balkon und hängte die Drucke dran.
Probehalber nahm ich ein Passepartout und legte es über einen Druck und war von der Wirkung verblüfft.

Leider hatte ich nur noch 4 Farben im Haus, gerne hätte ich türkis gemischt, doch ohne blau ging das nicht. Teilweise habe ich nur mit mit Spitzenborde gedruckt, teilweise nur mit Gummiringen bzw. Gummiringschnipseln, manchmal mit beiden.

Manche Muster könnte ich mir gut auf Stoffen vorstellen oder als Geschenkpapier oder als Buchhüllen, was ICH damit mache, weiß ich noch nicht, doch das ist heute auch unwichtig.
Vergangenen Mittowch habe ich mit Gummiband-Makrameeknoten Muster gestempelt, sie waren  hier zu sehen.

verlinkt zum
Muster-Mittwoch bei Müllerin Art, Thema: Bänder und Knoten

Makramee-Stempel-Muster

Was da fast aussieht wie eine exotische Schrift, ist ein Stempelabdruck von dünnen Gummiringen die ich aufgeschnitten habe und zu einer Makrameeschnur geknüpft habe.Arbeitsmaterial:
Gummiringe
Hölzchen mit doppelten Klebeband beklebt als Stempeluntergrund
Stoffmalfarbenstempelkissen
und natürlich die verknüpften Gummibänder

Die Gummiband-Makramee-Schnur löste sich beim Reinigen von dem Klebeband.Ich habe erst ein paar Probedrucke auf Papier gemacht, dann eine kleine Karte bedruckt.

Dann folgten verschiedenfabrige Drucke auf kleinen Baumwollstoffstreifen, je nachdem in welche Richtung die die vier längeren Schnüre zeigen, ändert sich der Gesamteindruck.
Zum Teil klebte ich die bedruckten Stoffe mit hauchdünnem doppelten Klebeband auf kleine Klappkarten.

Drei Drucke, die mir besonders gut gefielen, klebte ich mit Sprühkleber auf Fotokarton und steckte  in einen bereits vorhandenen Bilderrahmen mit schwarzem Passepartout. Auf dem Sprühkleber stand: “Kein Durchschlagen, auch bei dünnen Materialen”, das scheint jedoch der Kleber nicht zu wissen, denn er hat unschöne Flecke hinterlassen, die auch jetzt nach 20 Stunden Trocknungszeit zu sehen sind,  schade, denn so gerahmt haben mir meine Knotendrucke gut gefallen.

verlinkt mit:
Bänder- und Knotenmuster bei Müllerin Art

Origami-Ananas, gestickt und coloriert

So habe ich es gemacht:

  • Eine Origami-Vorlage für eine Ananas in passender Größe ausgedruckt und mit Malerkrepp auf einen Keilrahmen geklebt
  • Unter den Keilrahmen eine weiche Unterlage gelegt
  • Alle Eckpunkte der Origami-Vorlage mit einer spitzen Nadel durchgestochen
  • Die Linien mit Perlgarn gestickt
  • Die fertige Stickerei und den Hintergrund mit wasservermalbaren Aquarellstiften coloriert. Ich habe vorher noch niemals mit Aquarellfarben oder wasservermalbaren Aquarellstiften gemalt und bin ganz angetan davon wie sich die Farben verhalten, sobald man mit dem Pinsel Wasser auf die zuvor mit den Stiften eingefärbte Fläche bringt.

    Die Idee einen Keilrahmen zu besticken stammt nicht von mir, ich  habe es irgendwo in der Bloggerszene gesehen, leider finde ich den Beitrag nicht mehr, sonst hätte einen Link gesetzt. Mein fertiges Werk steht nun zusammen mit anderem Gedöns auf einer meiner Bilderleisten im Wohnzimmer.verlinkt mit:
    Dienstagsdinge
    Creadienstag
    Handemade on Tuesday
    Meertjes Stuff Blog
    Crealope

Blumenherz

Ein Blumenherz zu winden ist nicht schwer, so mache ich es:
Ich biege einen Metallreifen in Herzform.
Umwickle das Drahtherz mit Stoffstreifen.
Pflücke Wiesenblumen, z. B. Günsel und Knöllchensteinbrech,  und bündle sie mit Silberdraht  zu kleinen Sträußchen, vielleicht 15 oder 17 Stück.
Wickle die Blumensträußchen mit Silberdraht auf den vorgefertigen Rohling. Wenn das Herz fertig ist, zupfe ich es noch etwas in Form.Hänge das Herz an Ort und Stelle an einen alten Baum.
Zuhause lege ich das Herz in eine flache Schale und fülle etwas Wasser in die Schale, das Wasser tausche ich täglich aus. Gewickelt habe ich das Herz am Donnerstag, das Foto auf der Schale stammt vom Sonntag, die Blumen sehen noch richtig frisch aus. Der blaue Günsel der weiße Knöllchensteinbrech wachsen im Wasser weiter und richten sich auf,  das Herz sieht dadurch voluminöser aus. Nach dem gleichen Prinzip winde ich auch Blumenkränzchen.

verlinkt zu:
Montagsherz
Montagsfreuden
Crealope

Blumenkränzchen

Am Samstag kam bei uns der Frühling zurück, ich war den ganzen Tag draußen und habe die Zeit mit UNWICHTIGEN Dingen wie Blumen pflücken und Blumenkränzchen winden verbracht.
Fürs Foto liegen meine Kränzchen auf Leinen, in echt liegen sie auf wassergefüllten Tellern.
Mir zaubern die Kränzchen und die vor dem Rasenmäher geretteten Gänseblümchen beim bloßen Anschauen ein Lächeln auf die Lippen.
verlinkt mit:
Sonntagsglück
Montagsfreuden