erste Osterdeko

Jetzt sieht man auch bei mir, dass es auf Ostern zugeht.
Aus Leinenstoff habe ich ein Ei gebaut.
Mit kopflosen Stecknadeln und kleinen schwarzen Perlen eine Hasen-Silhouette auf eine Leinwand gepinnt und
aus zwei Holzkugeln und Leinenstoff einen weiteren Hasen gebaut.
Das Stoff-Ei ist meinem Hirn entsprungen, die beiden anderen Sachen habe ich gnadenlos abgekupfert, und danke Kerstin und Gaby für die Inspiration.

Blumen habe ich heute keine, jedoch habe ich letzte Woche Zweige im Wald geschnitten, sie treiben frühlingsgrüne Blätter aus.

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Flower-Friday
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NiWiBo sucht den Osterhasen

Wacholder

“Wie heißen die schwarzen Dinger, die Oma überall ins Essen reingetan hat?”, fragte unlängst einer meiner Söhne. “Wacholderbeeren”, antwortete ich. Die Schwiegermutter kochte fränkisch und da kommen ins Sauerkraut, ins Blaukraut, in die Rinderkraftbrühe, in die Sauerbratensauce oder auch in die eingemachten Gurken reichlich Wacholderbeeren, für meinen Geschmack oftmals zu viele.  Wacholdersträucher und Bäume gehören zu den Zypressengewächsen, sie gedeihen auf Trockenrasen. Botanisch gesehen sind die erbsengroßen, runden Wacholderbeeren keine Beeren sondern weibliche Zapfen, die im ersten Jahr nach der Befruchtung grün und im zweiten Jahr blaugrau bis schwarzbraun reifen. Nach der Ernte ab August bis November können die Beerenzapfen nicht nur als Gewürz , sondern auch als Tee verwendet werden.  Wacholderöl wird zum Inhalieren  und in der Sauna als Aufguss genommen. Aus dem Destillat werden Spirituosen hergestellt, beispielsweise Wacholderschnaps oder auch Gin.Wir wanderten an einem sonnigen Tag Ende Januar durch die Wacholderweide im Naturschutzgebiet auf dem Gelände des ehemaligen US-Army-Flugplatzes Bad Kissingen, dort ist das Pflücken der Früchte verboten. Außerhalb von Naturschutzgebieten darf man Wacholderbeeren in haushaltsüblichen Mengen sammeln, man sollte dabei jedoch unbedingt Handschuhe tragen, da die Nadeln der Sträucher sehr spitz sind und stechen.
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Naturdonnerstag
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Mein Freund, der Baum

Glückwunschkarte Baby – Verwendung von Vliesofix

Für mich ist jedes Neugeborene ein Wunder, im Oktober freute ich mich über die Geburt von Flynn. Meine Glückwunschkarte könnten die glücklichen Eltern auf eine Bilderleiste stellen, da ich die Karte nicht aus Karton sondern aus einer mit Packpapier beklebten Rückwand eines alten Bilderrahmens bastelte.  Als Kleber verwendete ich Tapetenkleister, der trocknet transparent auf, das dauert allerdings einige Stunden.  Für den Strampler doppelte ich ein Stückchen gepunkteten Baumwollstoff mit Vliesofix, so bekommt der Stoff mehr Stand und franst nicht aus.
Auch die Rückseite der Karte gestaltete ich:
Der gepunktete Stoff und auch das Papier mit dem irischen Segenswunsch  ist nicht aufgeklebt, sondern mit  Vliesofix aufgebügelt.
Vliesofix verwende ich schon seit über 30 Jahren, doch erst bei der letztjährigen Tee-Adventskalender-Aktion kam ich auf die Idee, damit nicht nur Stoffe zu verbinden, sondern auch Papier und Stoff. Ich ärgerte mich in der Vergangenheit schon oft, dass eine Werkelei  unbrauchbar geworden ist, weil der Kleber durch den Stoff durchgeschlagen ist.
Gerade jetzt, als ich den Link zum Hersteller von Vliesofix fand, las ich: “Verwendung für für alle Stoffe, Bast, Pappe, Holz, bei geringer Temperatur auch Leder”, ich habe mein Vliesofix bisher immer als Meterware im örtlichen Stoffladen gekauft, ohne Anleitung.Zurück zum Babygeschenk.
Als ich im Drogeriemarkt sah, wie hübsch dort die Papier-Einkaufstüten sind, lies ich mir ausnahmsweise eine  Tüte geben, zerschnitt sie und klebte sie auf den Versandkarton blöd, dass das transparente Klebeband am Schluss hudelte. Was noch im Karton war, wissen die jungen Eltern.
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Dienstagsdinge
Creadienstag
Handemade on Tuesday

Märzschnee

Als ich gestern früh aufwachte, die Vorhänge im Schlafzimmer aufzog und aus dem Fenster schaute, traute ich meinen Augen kaum: Es hatte in der Nacht geschneit. Soviel Schnee habe ich den  ganzen Winter in der Stadt nicht gesehen.
Von meinem Balkon schaue ich auf eine denkmalgeschützte Scheune, die dem Freistaat Bayern gehört. Schon oft habe ich gedacht, wie schön es wäre, wenn wir auf die Wiese dürften.
Am Wochenende, morgens um halb acht ist der große Parkplatz auf der anderen Straßenseite fast leer, unter der Woche hat man tagsüber Schwierigkeiten einen Stellplatz zu finden.

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bunt ist die Welt, heutiges Thema: Morgenstimmung

Schneemänner

Bei uns in der Stadt blieb der Schnee in diesem Winter an keinem einzigen Tag liegen, doch nur ein paar Autominuten entfernt und ein paar Höhenmeter mehr, entdeckten wir mitten im Wald diese niedliche Schneemannfamilie. Vater Schneemann und Mutter Schneemann lugen fröhlich unter den Kiefernzweigen hervor, während die beiden Schneemannkinder etwas abgemagert aussehen.
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Winterfenster

So aufgeräumt wie auf dem Foto ist mein Schreibtisch selten, momentan biegt er sich unter der Last von Aktenordern, die Papiere darin rauben mir den letzten Nerv und meinen Schlaf.
Dass es noch Winter ist, kann man bei uns fühlen, es ist sonnig aber schweinekalt, je weiter ich die Heizung aufdrehe, desto mehr tanzen die Hexgon-Anhänger in der Lufströmung.
Eine besonderer Hingucker auf meinem Fensterbrett ist das Stickbild mit dem grünen Kranz, es ist ein Geschenk von Frau Stichschlinge und kam schon vor vielen Wochen mit der Post bei mir an, es gefällt mir so gut, dass es auf jeden Fall auch im Frühling auf dem Fensterbrett bleiben darf.
Ich mag es sehr, dass mein Schreibtisch direkt am Fenster steht, denn obwohl ich mitten in der Stadt wohne, habe ich einen fanatischen Blick in den Wald.
Das ganze Jahr 2018 darf ich mich an Birgitts Fotokalender erfreuen. Birgitt hat ein gutes Auge und die Gabe Bilder und Sprüche passend auszuwählen. Den Kalender hatte Birgitt mir im Dezember geschenkt, dummerweise hatte ich ihn so gut verräumt, dass ich ihn erst wieder Ende Januar gefunden habe.
wie mein Fenster im Herbst aussah habe ich hier gezeigt.

Gerade eben ist mir die Idee gekommen, dass mein Fenster zum Balkon ein tolles Motiv für Tabeas 12-tel Blick wäre. Die Idee: jeden Monat zur selben Zeit ein Foto an der der selben Stelle machen und schauen was sich verändert hat, darum verlinke ich es am letzen Tag im Februar zu Tabeas 12-tel Blick.

 

Sankt-Peter-Ording II

Die Idee in den Faschingsferien nach Sankt-Peter-Ording zu fahren kam uns während der Lektüre eines sehr schönen Buches, dort heißt es, dass an den Stränden der  Halbinsel Eiderstedt  besonders viele Bernsteine gefunden werden. Wir hielten während unserer stundenlangen Strandspaziergänge stets die Augen auf und wurden dennoch nicht fündig, letztendlich habe ich mir für 10,00 € im Bernsteinmuseum einen Rohbernstein  gekauft und fürs Foto in den Sand gelegt. Offen gestanden, hätte ich meinen Bernstein am Strand liegen sehen, hätte ich ihn beim bloßen Anschauen nicht als solchen erkannt. Das Museum gefiel uns sehr gut, der Betreiber, Herr Boy Jörns, gab uns weitere Tipps für die Bernsteinsuche, es gehöre neben Erfahrung jede Menge Glück dazu: “Nicht der Mensch findet den Bernstein, sondern der Bernstein den Menschen.”
Der Leuchtturm von Westerhever kann leider nur in den Sommermonaten besichtigt werden.
Wind – Weite – Ebbe – Flut – einsame Strände, das fasziniert mich an der Nordsee, im Winter wie im Sommer.Und selbstverständlich die Sonnenuntergänge.

Unmittelbar vor der Heimreise machten wir einen letzten Strandspaziergang und picknickten anschließend in unmittelbarer Nähe des Pfahlbautenrestaurants “Die Seekiste”, als wir gewahr wurden, dass eine ältere Dame nicht bemerkt hatte, dass die Flut kommt. Als die Dame die Pfahlbauten erreichte, war sie schon bis zu den Oberschenkeln nass geworden und stand sichtlich unter Schock. Sie sei gebürtige Hamburgerin und lebe seit einem Jahr in Sankt-Peter-Ording, doch so etwas sei ihr noch nie passiert. Sie müsse nun eine halbe Stunde auf den nächsten Bus warten. Es war Ehrensache für uns, dass wir sie mit dem Auto bis vor ihre Haustüre fuhren. Wir studieren aus Sicherheitsgründen stets den Gezeitenkalender und behalten immer die Uhr im Auge, wann es Zeit ist umzukehren.
Ich war an der Nordsee weder alleine noch einsam, die Strände waren jedoch einsam, darum verlinke ich zu die Welt ist bunt, heutiges Them: Einsam

weitere Posts von Sankt-Peter-Ording, hier und dort bei mir.

Sankt-Peter-Ording

Wie bereits erzählt, sind wir in den Faschingsferien an die Nordsee gefahren, genauer gesagt nach Sankt-Peter-Ording. In der Hauptsaison möchte ich dort niemals sein, da wären mir einfach zu viele Menschen, jetzt war es Erholung pur.Über die aufgespießten kunterbunten Gummihandschuhe musste ich lachen.
Ganz typisch für Sankt-Peter-Ording sind die Pfahlbauten, insgesamt gibt es an dem kilometerlangen Strand fünf Pfahlbautenrestaurants, daneben jeweils einen Pfahlbau mit Toiletten und einen Pfahlbau für die Badeaufsicht. Jetzt im Winter haben die meisten Pfahlbautenrestaurants allerdings geschlossen, das war für uns nicht schlimm, wir hatten immer heißen Tee und Brote im Rucksack.Einfach genial war die Lage unserer Ferienwohnung: 2 Minuten Fußweg zum Deich, 15 Minuten Fußweg bis zu den größten Pfahlbauten von Sankt-Peter-Ording. Bis auf einen Ausflug zum Leuchtturm Westerheversand – bekannt durch die Jever-Werbung – ließen wir das Auto die ganze Zeit stehen.
Die Wohnung war ganz im Strandhausstil eingerichtet. Wahlweise konnte man das Sofa ausziehen oder im Hochbett schlafen, ausprobiert haben wir beides und beide Varianten sind super bequem gewesen.
Essen gehen ist wegen meinen Nahrungsmittelunverträglichkeiten immer schwierig, zudem verfügen wir beide derzeit nur über ein schmales Budget, daher kochten wir uns jeden Abend ein einfaches Eintopfgericht. Genuss hat nichts mit Geld zu tun und genossen haben wir die Tage am Meer sehr.

Fotos von unseren traumhaften Strandspaziergängen, gibt es  hier bei mir.

verlinkt zu:
IN HEAVEN
Samstagsplausch

Rosen

Auf der Rückreise von der Nordsee waren wir für einen Tag Gast bei einer Frau, die ich ohne Internet wahrscheinlich niemals kennengelernt hätte. Wir wurden auf das Feinste bekocht und verlebten zusammen vergnügliche Stunden. Beim Verabschieden schenkte mir die Gastgeberin  einen Bund fair gehandelter Rosen in weiß und pink. Fairtrade Blumen habe ich bei uns noch nicht gesehen. Von einem Waldspaziergang brachte ich Efeuranken mit, arrangierte diese zusammen mit den Rosen in zwei unterschiedlichen Gefäßen. Damit man die Fruchtstände des Efeus besser zur Geltung kommen und die Blumengebinde filigraner wirken, machte ich die meisten Blätter ab.
Wie ich zu dem Gemälde kam, erzählte ich hier und dort.Den Servierwagen fand ich vor Jahren auf dem  Flohmarkt und arbeitete ihn auf.Die Efeuranken reichten auch noch, um neue Kränzchen für die Etagere zu binden, das rote Beerenkränzchen liegt schon seit dem Herbst darauf, um den Staub zu entfernen, lege ich es dann und wann ins Wasser.
verlinkt zum Flower-Friday,
dort gibt es seit Januar 2013 immer wieder freitags die schönsten Blumengebinde zu bewundern

Strandspaziergang

“Manchmal muss man einfach weg, egal wohin, Hauptsache ans Meer!”Wir hatten vergangene Woche keine Lust auf “Helau”, sondern auf “Moin, Moin”  und sind spontan für ein paar Tage an die Nordsee gefahren,  belohnt wurden wir mit fanatischem Wetter. Dick eingemummelt sind wir jeden Tag vom späten Vormittag bis zum Sonnenuntergang am menschenleeren Strand spazieren gelaufen.
Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich lebende Seesterne gesehen, witzig sah es aus, wie sich die Seesterne bewegten und dabei Spuren im Sand hinterließen. Schon von weitem sahen wir ein großes Ding, doch  erst als wir näher dran waren,
erkannten wir, dass es eine riesige Boje war.

Jetzt weiß ich auch, dass das die Schale eines Herzigels ist.Und immer wieder packte ich die Kamera aus, weil mich etwas zum Fotografieren reizte,
zum Beispiel die Lichtreflexe im Sand oder
eine Reiterin. Wo genau wir Meer, Wind und Weite genossen haben verrate ich in den nächsten Tagen.

verlinkt zum Naturdonnerstag