Ranunkeln

In einem der kleinen Blumenläden in der Innenstadt entdeckte ich wunderschöne zweifarbige Ranunkeln, zusammen mit der hellgrünen, eiförmigen Kerze und dem Betonhäuschen ergeben sie eine reduzierte Deko, wie ich sie mag.
Auch aus der Nähe betrachtet sieht man den Ranunkeln nicht an, dass sie bereits eine ganze Woche bei mir auf dem Eßtisch stehen.
Diejenigen, die im Januar beim Mustermittwoch mitgemacht haben, erspähen ganz bestimmt das  Hexagonmuster auf den beiden Sofakissen im Hintergrund.
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Flower-Friday

Naturwaldreservat Lösershag

Naturwaldreservate sind Wälder, die sich in einem weitgehend naturnahen Zustand befinden. Die natürliche Waldentwicklung läuft hier ungestört ab. Im Lauf der Zeit entstehen Urwälder mit starken Bäumen und viel Totholz.  Wir erwanderten am Sonntag bei frühlingshaften Temperaturen das Naturwaldreservat Lösershag in der Bayerischen Rhön, es liegt in den “Schwarzen Bergen” bei Wildflecken/Oberbach und ist das älteste Naturschutzgebiet der Rhön.Der Boden des Reservats wird von einem Blockschuttfeld aus Basalt geprägt. Dieser Basalt geht auf Vulkanausbrüche vor rund 20  Millionen Jahren zurück. Während der Feinboden durch Erosion immer wieder abgewaschen wird, ist der Blockschutt seit Jahrtausenden erhalten geblieben. Im Gipfelbereich wächst auf blocküberlagerten Böden der klassische Blockschuttwald aus  Esche, Bergulme, Sommerlinde, Bergahorn und Spitzahorn. Der Großteil dieser Bäume ist 160 – 200 Jahre alt.Ansonsten bestimmt die Buche am Lösershag das Waldbild. Zu unserem Bedauern waren im gesamten Wald noch keine Märzenbecher zu entdecken, bei dem rauen Klima der Rhön brauchen die Frühblüher noch etwas Zeit.
Stehendes und liegendes Totholz ist ökologisch äußerst wertvoll, denn es  bietet einer Vielzahl von Käfern, Pilzen und Kleinstlebewesen Lebensraum.Seit über 50 Jahren bleibt der Wald am Lösershag sich selbst überlassen, das Betreten des Reservats erfolgt auf eigene Gefahr, es ist immer umstürzenden Bäumen, abbrechenden Ästen, querliegenden Stämmen und Basaltblöcken zu rechnen.
Teilweise war der Aufstieg bis zum 765 m hohen Gipfel ganz schön steil und wir rasteten einige Male um Luft zu holen,  Fernsicht und Rucksackverpflegung zu genießen.
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Naturdonnerstag bei Jahreszeitenbriefe

Tulpen

Gestern Abend bin ich im großen Supermarkt einkaufen gewesen und hatte vor dort einen Bund Tulpen zu kaufen, leider waren Tulpen schon ausverkauft, macht nichts dachte ich, hole ich sie mir halt im Baumarkt nebenan, doch auch dort gab es keine Tulpen, egal fahre ich halt zum anderen Supermarkt, das liegt auf dem Nachhauseweg, auch da Fehlanzeige, okay, laufe ich halt zum  A*di, der ist gleich um die Ecke. Dort gab es noch einen einzigen Bund Tulpen, leider waren  bei vier Stängeln die Blütenköpfe abgeknickt, ich fragte an der Kasse ob ich den Bund zum reduzierten Preis bekomme, “Nein, ich kann nichts reduzieren”, inzwischen war es 19:50 Uhr geworden, die Läden schließen hier spätestens um 20:00 Uhr, ich rannte über die Straße zu L*dl, dort hatten sie jede Menge Tulpen. Normalerweise kaufe ich Blumen tagsüber in einem der kleinen Blumenläden in der Innenstadt, dort gibt es gute Ware, bei Bedarf Beratung und gratis ein Lächeln der Verkäuferinnen, doch aus Gründen war mir das gestern nicht möglich. Heute morgen wand ich aus Moos ein Kränzchen, legte es auf den unteren Teller einer Etagere, auf den oberen Teller goß ich ein wenig Wasser und legte die gekürzten Tulpen lose darauf.Nachts werde ich  die Tulpen in ein wassergefülltes Kännchen stellen, leider kann man auf dem Foto die Aufschrift des Kännchens nicht gut lesen:

DO SMALL THINGS WITH GREAT LOVE


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Bunt ist die Welt, heutiges Thema: Tulpen & Co.
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Tell a story, heutiges Thema: Blumen

erste Osterdeko

Jetzt sieht man auch bei mir, dass es auf Ostern zugeht.
Aus Leinenstoff habe ich ein Ei gebaut.
Mit kopflosen Stecknadeln und kleinen schwarzen Perlen eine Hasen-Silhouette auf eine Leinwand gepinnt und
aus zwei Holzkugeln und Leinenstoff einen weiteren Hasen gebaut.
Das Stoff-Ei ist meinem Hirn entsprungen, die beiden anderen Sachen habe ich gnadenlos abgekupfert, und danke Kerstin und Gaby für die Inspiration.

Blumen habe ich heute keine, jedoch habe ich letzte Woche Zweige im Wald geschnitten, sie treiben frühlingsgrüne Blätter aus.

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Flower-Friday
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NiWiBo sucht den Osterhasen

Wacholder

“Wie heißen die schwarzen Dinger, die Oma überall ins Essen reingetan hat?”, fragte unlängst einer meiner Söhne. “Wacholderbeeren”, antwortete ich. Die Schwiegermutter kochte fränkisch und da kommen ins Sauerkraut, ins Blaukraut, in die Rinderkraftbrühe, in die Sauerbratensauce oder auch in die eingemachten Gurken reichlich Wacholderbeeren, für meinen Geschmack oftmals zu viele.  Wacholdersträucher und Bäume gehören zu den Zypressengewächsen, sie gedeihen auf Trockenrasen. Botanisch gesehen sind die erbsengroßen, runden Wacholderbeeren keine Beeren sondern weibliche Zapfen, die im ersten Jahr nach der Befruchtung grün und im zweiten Jahr blaugrau bis schwarzbraun reifen. Nach der Ernte ab August bis November können die Beerenzapfen nicht nur als Gewürz , sondern auch als Tee verwendet werden.  Wacholderöl wird zum Inhalieren  und in der Sauna als Aufguss genommen. Aus dem Destillat werden Spirituosen hergestellt, beispielsweise Wacholderschnaps oder auch Gin.Wir wanderten an einem sonnigen Tag Ende Januar durch die Wacholderweide im Naturschutzgebiet auf dem Gelände des ehemaligen US-Army-Flugplatzes Bad Kissingen, dort ist das Pflücken der Früchte verboten. Außerhalb von Naturschutzgebieten darf man Wacholderbeeren in haushaltsüblichen Mengen sammeln, man sollte dabei jedoch unbedingt Handschuhe tragen, da die Nadeln der Sträucher sehr spitz sind und stechen.
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Naturdonnerstag
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Mein Freund, der Baum

Glückwunschkarte Baby – Verwendung von Vliesofix

Für mich ist jedes Neugeborene ein Wunder, im Oktober freute ich mich über die Geburt von Flynn. Meine Glückwunschkarte könnten die glücklichen Eltern auf eine Bilderleiste stellen, da ich die Karte nicht aus Karton sondern aus einer mit Packpapier beklebten Rückwand eines alten Bilderrahmens bastelte.  Als Kleber verwendete ich Tapetenkleister, der trocknet transparent auf, das dauert allerdings einige Stunden.  Für den Strampler doppelte ich ein Stückchen gepunkteten Baumwollstoff mit Vliesofix, so bekommt der Stoff mehr Stand und franst nicht aus.
Auch die Rückseite der Karte gestaltete ich:
Der gepunktete Stoff und auch das Papier mit dem irischen Segenswunsch  ist nicht aufgeklebt, sondern mit  Vliesofix aufgebügelt.
Vliesofix verwende ich schon seit über 30 Jahren, doch erst bei der letztjährigen Tee-Adventskalender-Aktion kam ich auf die Idee, damit nicht nur Stoffe zu verbinden, sondern auch Papier und Stoff. Ich ärgerte mich in der Vergangenheit schon oft, dass eine Werkelei  unbrauchbar geworden ist, weil der Kleber durch den Stoff durchgeschlagen ist.
Gerade jetzt, als ich den Link zum Hersteller von Vliesofix fand, las ich: “Verwendung für für alle Stoffe, Bast, Pappe, Holz, bei geringer Temperatur auch Leder”, ich habe mein Vliesofix bisher immer als Meterware im örtlichen Stoffladen gekauft, ohne Anleitung.Zurück zum Babygeschenk.
Als ich im Drogeriemarkt sah, wie hübsch dort die Papier-Einkaufstüten sind, lies ich mir ausnahmsweise eine  Tüte geben, zerschnitt sie und klebte sie auf den Versandkarton blöd, dass das transparente Klebeband am Schluss hudelte. Was noch im Karton war, wissen die jungen Eltern.
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Dienstagsdinge
Creadienstag
Handemade on Tuesday

Märzschnee

Als ich gestern früh aufwachte, die Vorhänge im Schlafzimmer aufzog und aus dem Fenster schaute, traute ich meinen Augen kaum: Es hatte in der Nacht geschneit. Soviel Schnee habe ich den  ganzen Winter in der Stadt nicht gesehen.
Von meinem Balkon schaue ich auf eine denkmalgeschützte Scheune, die dem Freistaat Bayern gehört. Schon oft habe ich gedacht, wie schön es wäre, wenn wir auf die Wiese dürften.
Am Wochenende, morgens um halb acht ist der große Parkplatz auf der anderen Straßenseite fast leer, unter der Woche hat man tagsüber Schwierigkeiten einen Stellplatz zu finden.

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bunt ist die Welt, heutiges Thema: Morgenstimmung

Schneemänner

Bei uns in der Stadt blieb der Schnee in diesem Winter an keinem einzigen Tag liegen, doch nur ein paar Autominuten entfernt und ein paar Höhenmeter mehr, entdeckten wir mitten im Wald diese niedliche Schneemannfamilie. Vater Schneemann und Mutter Schneemann lugen fröhlich unter den Kiefernzweigen hervor, während die beiden Schneemannkinder etwas abgemagert aussehen.
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Winterfenster

So aufgeräumt wie auf dem Foto ist mein Schreibtisch selten, momentan biegt er sich unter der Last von Aktenordern, die Papiere darin rauben mir den letzten Nerv und meinen Schlaf.
Dass es noch Winter ist, kann man bei uns fühlen, es ist sonnig aber schweinekalt, je weiter ich die Heizung aufdrehe, desto mehr tanzen die Hexgon-Anhänger in der Lufströmung.
Eine besonderer Hingucker auf meinem Fensterbrett ist das Stickbild mit dem grünen Kranz, es ist ein Geschenk von Frau Stichschlinge und kam schon vor vielen Wochen mit der Post bei mir an, es gefällt mir so gut, dass es auf jeden Fall auch im Frühling auf dem Fensterbrett bleiben darf.
Ich mag es sehr, dass mein Schreibtisch direkt am Fenster steht, denn obwohl ich mitten in der Stadt wohne, habe ich einen fanatischen Blick in den Wald.
Das ganze Jahr 2018 darf ich mich an Birgitts Fotokalender erfreuen. Birgitt hat ein gutes Auge und die Gabe Bilder und Sprüche passend auszuwählen. Den Kalender hatte Birgitt mir im Dezember geschenkt, dummerweise hatte ich ihn so gut verräumt, dass ich ihn erst wieder Ende Januar gefunden habe.
wie mein Fenster im Herbst aussah habe ich hier gezeigt.

Gerade eben ist mir die Idee gekommen, dass mein Fenster zum Balkon ein tolles Motiv für Tabeas 12-tel Blick wäre. Die Idee: jeden Monat zur selben Zeit ein Foto an der der selben Stelle machen und schauen was sich verändert hat, darum verlinke ich es am letzen Tag im Februar zu Tabeas 12-tel Blick.

 

Sankt-Peter-Ording II

Die Idee in den Faschingsferien nach Sankt-Peter-Ording zu fahren kam uns während der Lektüre eines sehr schönen Buches, dort heißt es, dass an den Stränden der  Halbinsel Eiderstedt  besonders viele Bernsteine gefunden werden. Wir hielten während unserer stundenlangen Strandspaziergänge stets die Augen auf und wurden dennoch nicht fündig, letztendlich habe ich mir für 10,00 € im Bernsteinmuseum einen Rohbernstein  gekauft und fürs Foto in den Sand gelegt. Offen gestanden, hätte ich meinen Bernstein am Strand liegen sehen, hätte ich ihn beim bloßen Anschauen nicht als solchen erkannt. Das Museum gefiel uns sehr gut, der Betreiber, Herr Boy Jörns, gab uns weitere Tipps für die Bernsteinsuche, es gehöre neben Erfahrung jede Menge Glück dazu: “Nicht der Mensch findet den Bernstein, sondern der Bernstein den Menschen.”
Der Leuchtturm von Westerhever kann leider nur in den Sommermonaten besichtigt werden.
Wind – Weite – Ebbe – Flut – einsame Strände, das fasziniert mich an der Nordsee, im Winter wie im Sommer.Und selbstverständlich die Sonnenuntergänge.

Unmittelbar vor der Heimreise machten wir einen letzten Strandspaziergang und picknickten anschließend in unmittelbarer Nähe des Pfahlbautenrestaurants “Die Seekiste”, als wir gewahr wurden, dass eine ältere Dame nicht bemerkt hatte, dass die Flut kommt. Als die Dame die Pfahlbauten erreichte, war sie schon bis zu den Oberschenkeln nass geworden und stand sichtlich unter Schock. Sie sei gebürtige Hamburgerin und lebe seit einem Jahr in Sankt-Peter-Ording, doch so etwas sei ihr noch nie passiert. Sie müsse nun eine halbe Stunde auf den nächsten Bus warten. Es war Ehrensache für uns, dass wir sie mit dem Auto bis vor ihre Haustüre fuhren. Wir studieren aus Sicherheitsgründen stets den Gezeitenkalender und behalten immer die Uhr im Auge, wann es Zeit ist umzukehren.
Ich war an der Nordsee weder alleine noch einsam, die Strände waren jedoch einsam, darum verlinke ich zu die Welt ist bunt, heutiges Them: Einsam

weitere Posts von Sankt-Peter-Ording, hier und dort bei mir.