Chaosqueen

“Du bist eine echte Chaosqueen!”, sagte vor ein paar Jahren ein Freund zu mir. Damals habe ich mich über diese Aussage geärgert. Heute sehe ich ein, er hatte recht. Ich bin eine Chaosqueen. Ein kleines aktuelles Beispiel:
Letzte Woche, nachdem ich mein Kreuzstichtuch fotografiert hatte, stellte ich einen Bund knospiger Tulpen in eine Vase. Tags darauf waren alle Tulpen voll aufgeblüht und halb verwelkt. Warum? Die Chaosqueen hatte vergessen Wasser in die Vase einzufüllen. Ich habe versucht zu retten, was geht: Die Tulpen neu angeschnitten und Wasser in die Vase eingefüllt.
Passieren Euch auch solche Dinge?

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Flower-Friday
Samstagsplausch

Lärchenzweige, Tulpen, Makramee, Kreuzstiche und Kekse

Am Fenster zum Balkon hing seit dem Spätherbst ein Lärchenzweig. Nach und nach 
folgten Lichterketten und silberne Kugeln. Nach Weihnachten nahm ich die Kugeln wieder ab und hängte stattdessen Schneeflocken zwischen die Zweige. Fotografiert habe ich das Ganze nie. Mitte Januar durften die Lichterketten und Schneeflocken wieder in die Kiste und stattdessen hingen  zwei selbstgeknüpfte Makrammeehängeblumenvasen zwischen den Lärchenzapfen. Mittlerweile ist auch der Lärchenzweig Geschichte.

Jetzt baumeln die Makrameeampeln und ein grünes -blatt an einem Stück Treibholz. Leider hat das Bermudadreieck meiner Wohnung eine der passenden Glasvasen verschluckt, so müssen sich die Tulpen in der rechten Ampel mit gestapelten Schnapsgläsern begnügen, bis die Vase wieder ausgespuckt wird.

Seit Jahren verwende ich diese Vase ausschließlich für Zwiebelgewächse.

Ich habe zweifarbige, herzförmige Kekse gebacken, nur fürs Foto durften sie auf eine alte, unfertige Kreuzstichstickerei von mir. Anfang 1990 war ich mit meinem 2. Kind schwanger und sollte mich in der Anfangszeit schonen, damals entdeckte ich die Kreuzstichstickerei für mich. Ich fand es sehr entspannend, wie nach und nach die Muster entstanden, für so eine filigrane Stickerei würde meine Sehkraft heute nicht mehr ausreichen.

Ganz wichtig war es mir, dass auch die Rückseite ordentlich aussieht. Warum ich damals das holländische Mustertuch nicht fertig gestickt habe, weiß ich nicht mehr.

Jetzt, nach 32 Jahren habe ich meine Handarbeit wieder aus der Kiste geholt und ganz ordentlich mit Briefecken gesäumt. In den nächsten Wochen werde ich das Tuch wohl in meine Vorfrühlingsdeko integrieren.

Just als ich meine Stickerei fertig gesäumt hatte, las ich von antetannis Bingo, so kann ich mir gleich ein Kreuz bei “Es lebe der Kreuzstich” machen, zu Niwibos Februaraktion und zum Montagsherz passt es als Beitrag sowieso.

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Flower-Friday
Samstagsplausch
Niwibo sucht herziges
Bingo
Montagsherz
Froh und Kreativ

 

 

 

Schneeglöckchen

Blumenvase auf Tisch

Silhouette lautete das Thema meiner Fotogruppe im Januar, lange habe ich experimentiert, bis ich mein Motiv im Kasten hatte, schaut man das Foto genauer an, erkennt man da stimmt was mit den Proportionen nicht, denn wo bitte gibt es solche Monsterschneeglöckchen? Des Rätsels Lösung ist ganz einfach, ich habe keinen Tisch, sondern einen kleinen Schemel abgelichtet. 

Als Leinwand diente mir ein großer  Papierbogen, den ich in einen  Bilderrahmen eingespannt  habe. Mein Motiv habe ich vor der Leinwand aufgebaut, dahinter hängt eine handelsübliche Stirnlampe an einem Stativ. Im abgedunkeltem Zimmer habe ich dann die Blumenvase durch das Papier angeleuchtet und das Ganze von vorne abgelichtet.  
Nachtrag:
Heute, am Samstagabend, erfuhr ich, dass mein Silhouetten-Bild bei unserem internen Wettbewerb auf den 2. Platz gekommen ist.

Beim Silhouetten fotografieren bemerkte ich, dass ein Miniväschen ausläuft, also habe ich das Wasser ausgegossen und stattdessen eine Kerze ins Väschen gestellt. Beim späteren Umräumen habe ich ungeschickterweise den Holzschemel umgeworfen, dabei sind leider 2 Blumenväschen zu Bruch gegangen. 

Fürs Foto durften die Schneeglöckchen ans Fenster, später landeten sie auf einer Bilderleiste.

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Flower-Friday
Samstagsplausch

Muscari im Glashafen

Ich habe einen Topf weiße Muscari  gekauft, von den Blumenzwiebeln die Erde entfernt und die “Schlotfegerli” (so nannte meine Oma diese Frühblüher)  zusammen mit einem flechtenbewachsenen Zweig in einen Glashafen gestellt. Leider tränen mir vom Duft der  Muscari / Traubenhyazinthen die Augen, bislang war das nur bei Hyazinthen und Narzissen der Fall.

Beim letzten Flower-Friday habe ich beleuchtete Tulpen im Goldfischglas gezeigt, wie Pia, Karen und Helga vermutet haben, vertragen die Tulpen die Wärme der Kerze nicht gut, darum habe ich Kerze entnommen und stattdessen eine kleine Lichterkette ins Windlicht gelegt, auch das sieht sehr hübsch aus.

Helgas Kommentar “Dein Arrangement hat eine fernöstliche Anmutung” zu meiner Winterlandschaft in der Holzschale, inspirierte mich dazu mit Sand, Zweigen, einem Stein und einer einzelnen Christrosenblüte eine fernöstliche Winterlandschaft zu gestalten.

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Flower-Friday

Weiße Tulpen im Goldfischglas

Ich habe einen Bund weiße gefüllte Tulpen und ein Glaswindlicht mit einer weißen Kerze in eine große Kugelvase gestellt. Mein fotografisches Können reicht leider nicht aus, um zu zeigen, wie zauberhaft das in echt aussieht.

Wenn ich abends die Kerze anzünde, werden die Tulpen beleuchtet.

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Flower-Friday

Winterlandschaft im Wohnzimmer und im Bayerischen Wald

Mit flechtenbewachsenen Schlehenzweigen, Schleierkraut, Christrosen, Moos, Steinen, Tannenzapfen und Lärchenzweigen habe ich mir in einer Holzschale eine Winterlandschaft fürs Wohnzimmer gebaut.

Die Holzschale besitze ich schon viele Jahre, verwende sie jedoch erst seit kurzem für Blumenarrangements, gezeigt hier und hier. Zunächst habe ich die Schale doppelt mit Folie ausgelegt, dann Katzenstreu eingefüllt und die Väschen darin vergraben, so bleiben sie sicher stehen und falls doch etwas Wasser danebengeht, wird es von der Katzenstreu aufgesaugt.

In den Nahaufnahmen kommt die Schönheit der Christrosen besonders zur Geltung.

Auf einer meiner Bilderleisten tanzen selbstgeknüpfte Makrameeschneeflocken.

Eine wahre Winterwunderlandschaft habe ich während eines einwöchigen selbstverständlich coronaregelnkonformen Urlaubs Anfang Dezember 2021 im Bayerischen Wald gesehen. Bei klirrender Kälte und strahlendem Sonnenschein bin ich einen Tag nach meinem 58. Geburtstag mit Schneeschuhen auf den Großen Arber gelaufen und habe die grandiose Fernsicht genossen. Arbermandl nennt man die oft bizarr verschneiten Bergfichten die sich bei Ostwind und Eisschnee in märchenhafte Gestalten verwandeln. 

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Flowerfriday
Naturdonnerstag
Winterglück

Nachlese Weihnachten 2021

Milch und Kekse

Für 2022 habe ich mir vorgenommen meinen Blog wieder regelmäßiger zu füllen. Den Anfang mache ich dem Foto “Milch und Kekse”, dieses hatte ich beim monatlichen Fotowettbewerb der örtlichen Fotogruppe ins Rennen geschickt und mich wie ein Schneekönig gefreut, da es auf den 3. Platz kam. 

Weiter geht es mit meinem Plätzchenteller 2021.

Jeder meiner 4 Söhne, meine Mutter und K.K. bekam eine Blechdose voll mit den Plätzchen, die auf dem Backpapier liegen. Das Backen hat mir richtig Spaß gemacht, denn seit kurzem vertrage auch ich wieder glutenhaltige Plätzchen aus Dinkelmehl, Weizenmehl bereitet mir nach wie vor Probleme.

Unser Weihnachtsdessert:
Mit selbstgemachter Quittenmarmelade gefüllte Gewürzkuchenwürfel dazu lauwarmes stückiges Apfelkompott, Schlagsahne und eine Kugel Salzkaramelleis. Für die Deko habe ich Tannenbäumchen aus Quittenbrot ausgestochen und Miniplätzchen gebacken.

Ein Kranz aus Wachholderzweigen umrahmt die 4 Holzkerzenhalter und den Keramikengel.

Meinen nachhaltigen Weihnachtsbaum im schlichten skandinavischen Design hat K. K. vor drei Jahren nach meinen Vorstellungen aus einem Lattenrost gebaut. Geschmückt habe ich den Baum mit Herzen aus Kiefernzweigen, umwickelten Holzkugeln, Wachskerzen und einem (gekauften) Wichtelmädchen. Lichterketten erzeugten abends eine wunderbare Stimmung.

Sehr gefreut habe ich mich, dass Birgitt mir eine kunstvoll gestickte Weihnachtskarte geschickt hat. Noch steht die Karte auf einer Bilderleiste neben einem kleinen Väschen mit Christrosen.

Eine der Christrosen habe ich liegend von ganz nah abgelichtet.

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Friday-Flowerday
Kaffeeplausch
Montagsherz

 

 

Spätherbst im Wohnzimmer

In der vergangenen Woche habe ich aus Schlehen-, Hagebutten- Wachsblumenzweigen und Moos eine Herbstlandschaft in einer großen Holzschale gebaut. Aus den Resten entstand vor ein paar Tagen eine zweite Herbstlandschaft, dieses Mal in einer Keramikschale. Die Wachsblumen sehen immer noch tipptopp aus. Wie die kleinen weißen kugeligen “Knopsen” heißen, weiß ich nicht.

Die große Schale steht auf meinem Eßtisch, die kleine Schale auf einem meiner Couchtische und weil es jetzt schon immer so schnell dunkel wird, habe ich beide Arrangement mit einer kleinen Lichterkette versehen.

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Herbstwald in Holzschale und Martinsgänse

Weil im November die goldenen Tage rar werden, habe ich mir eine Herbstlandschaft fürs Wohnzimmer gebaut. Ein paar Wachsblumen vom Floristen ergänzen meine Fundstücke aus Wald und Feld.

Waxflowers ganz aus der Nähe betrachtet.

Für den Martinstag habe ich eine kleine Linzer Torte mit Herzen und Martinsgänsen,

sowie ein wenig Käsegebäck gebacken, beides hat mir vortrefflich gemundet.

Käsegebäck
ergibt ca. 3 – 4 Bleche

Zutaten für den Teig:

200 g Dinkelmehl Type 630
200 g fein geriebener Hartkäse (z. B. Bergkäse, Appenzeller oder Emmentaler)
200 g kalte Butter
1/2 TL Teelöffel Salz
3 Eigelb

Zutaten fürs Topping:

1 Eigelb mit etwas Wasser verschlagen
je nach Geschmack:
Sesam, Kümmel, Nüsse, Mohn, Kürbiskerne, kleingeschnittene Cranberries

Zubereitung:

  • Dinkelmehl, feingeriebenen Käse, Salz auf ein Brett geben und miteinandervermischen
  • Butterstücke auf die Mehlmischung geben und solange mit einem großen Messer oder einer Teigkarte hacken, bis eine feinkrümelige Masse entsteht
  • Eine Mulde formen, Eigelbe reingeben
  • die Brösel und die Eigelbe zunächst mit einer Gabel, dann mit der Teigkarte, später mit bemehlten Händen rasch zu einem glatten Teig verarbeiten
  • Teig in 2 Hälften teilen, jede Hälfte mit dem Rollholz ca. 1 cm dick ausrollen
  • Teig in Folie verpacken und mehrere Stunden kaltstellen
  • Mürbeteig auf bemehlter Arbeitsfläche oder Backunterlage ca. ½ cm dick ausrollen, beliebige Formen ausstechen oder den gesamten Teig mit dem Teigrädchen in Streifen, Rauten etc. schneiden
  • Backbleche mit Backpapier belegen, Teiglinge mit etwas Abstand darauf legen, das Gebäck geht beim Backen etwas auf
  • Gebäck mit Eigelb dünn bestreichen und mit Saaten, Nüssen etc. bestreuen

Backen:

160 Grad Umluft für etwa 12 Minuten backen, dabei permanent beobachten, wenn das Gebäck an der Oberfläche goldgelb ist, herausnehmen und abkühlen lassen.
Vorsicht: Es ist dann noch etwas weich und härtet erst beim Abkühlen aus.

Käsegebäck in einem luftdicht verschließbaren Gefäß aufbewahren, frisch schmeckt es jedoch am besten.

Ein paar weitere Tipps:

  • Ich habe mir im Baumarkt ein paar Bucheleisten in verschiedenen Stärken und Breiten zurechtsägen lassen, damit kann ich Teige schnell in der gewünschten Dicke ausrollen oder die Leisten als Lineale beim exakten Zuschneiden z. B. von Nussecken oder Kuchenstücken verwenden.
  • Beim Verarbeiten von Teigen verwende ich eine Backunterlage (gab es vor Jahren beim Kaffeeröster), die Teige kleben weniger an der Arbeitsfläche und man braucht dadurch weniger Mehl zum bestäuben
  • Vor Jahren erwarb ich im örtlichen Haushaltswarengeschäft einen „Backstrumpf“, er wird übers Rollholz gezogen, die Teige kleben nicht am Rollholz. Nach Gebrauch wasche ich die Backstrümpfe zusammen mit Geschirrhandtüchern und Spüllappen in der Waschmaschine.  

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Heidelbeerkuchen mit Quarkhaube und Oregano in der Kugelvase

“Mama, der Kuchen schmeckt ziemlich gut!”, sagte mein jüngster Sohn und sein nächstälterer Bruder bestätigte diese Aussage sogleich. Ich habe mich gefreut über die Wertschätzung meiner Söhne und noch mehr, dass die beiden aus Berlin angereist waren um mich ein paar Tage zu besuchen. Zusammen machten wir einen Ausflug mit meiner Mutter und besuchten anschließend meine Schwester und ihren Mann. Schön war es!

Die große Kugelvase habe ich mit Echtem Dost, (Origanum vulgare) gefüllt. Andere Namen für die essbare Wildpflanze sind: Oregano,  Dorst, Dost, Gemeiner Dost, Gewöhnlicher Dost, Wohlgemut, Müllerkraut oder Wilder Majoran.

Das Rezept für den Kuchen habe ich vor ein paar Jahren schon einmal gepostet.

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