Das kann man nicht essen…

 …war mal wieder der Kommentar unseres vierten Sohnes.

Ihm empfahl ich:

Mein Mann und ich aßen Gemüsespätzle, der dritte Sohn  Spätzle ohne Gemüse

Zutaten für die Dinkelvollkornspätzle, werden  4 – 5 Personen satt je nach Hunger

350 g Dinkel, frisch in der Getreidemühle mehlfein gemahlen
7 Eier
1 Teelöffel Salz

Gemüse je nach Gusto und Kühlschrankinhalt bei uns waren es für 2 Esser:

3 mittelgroße Kohlrabi
3 gelbe Rüben (Karotten)
1/4 Zwiebel, feingewürftelt
ein paar zarte Blättchen vom Kohlrabi in feine Streifchen geschnitten
Salz, Pfeffer, eine  klitzekleine Prise Zucker

Rezept fürs Gemüse:

Gemüse waschen, putzen, in mundgerechte Stückchen schneiden, in einer Pfanne mit Pflanzenmargarine oder Öl anbraten, etwas Farbe bekommen lassen, ein kleines Schlücken Wasser zugegeben, Deckel auf die Pfanne legen und garschmoren lassen, salzen, pfeffern, zuckern.

Während das Gemüse gart, die Dinkelspätzle zubereiten, das geht ganz fix, nicht fix geht nachher das Spülen und das Aufräumen der Küche denn man benötigt jede Menge Gerätschaften.

So mache ich Dinkelspätzle:

In einem großen hohen Topf Wasser aufsetzen, das Wasser soll bereits kochen bevor der Teig fertig ist.

Mehlfein gemahlenen Dinkel, Eier und Salz mit der Küchenmaschine oder den Knethaken des Handrührgeräts schnell zu einem Teig verarbeiten, es keine Zugabe von Wasser erforderlich, die Eier enthalten genug Flüssigkeit, der Teig soll nicht quellen, sonst werden die fertigen Vollkornspätzle fest.

Wasser salzen, Spätzlepresse mit der Hälfte des Teigs befüllen, Spätzlepresse auf den Kochtopf setzen und


laaaaaangsaaaaam Spätzle ins kochende Salzwasser drücken. Durch das langsame Pressen reißen die Spätzle von selber ab, wichtig ist es dass zwischen Presse und Wasseroberfläche einige Zentimeter Platz sind. Drückt man zu schnell gibt es nur lange Würste, die miteinander verklumpen.

Wenn der Teig durchgepresst ist, die Spätzle umrühren und ein paar Mal aufwallen lassen, dabei entsteht durch den Klebereiweiß des Getreides sehr viel Schaum, Überkochgefahr!!!,  auch deswegen ist ein hoher Topf nötig,  die garen Spätzle steigen nach oben.

Nach ein paar Minütchen,  die garen Spätzle aus dem Kochwasser fischen, das geht hervorragend mit einem feinen Sieb.

Die fertigen Teigwaren in kaltem Wasser abschrecken, praktisch ist hierfür eine Schüssel mit passendem Sieb.

Spätzle gut abtropfen lassen und die zweite Hälfte des Teiges genauso verarbeiten.

Sind alle Spätzle gegart, in einer großen Pfanne in heißer Butter schwenken, bis sie richtig heiß sind.

Das inzwischen gegarte Gemüse auf den Spätzle anrichten, ich habe mir ein paar Späne Parmesan darüber gehobelt, mein Mann reibt sich Bergkäse darüber, der dritte Sohn mag  lieber Gouda oder Emmentaler und der jüngste Sohn, siehe oben.

mmmmmmhhhhhh, schmeckt richtig  lecker und ist nicht so üppig wie die typischen Käsespätzle, da bleibt noch Luft für ein kleines Dessert…
andere Köstlichkeiten gibt es montags bei Glücksmomente.

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Danke für dein Interesse. Ich freue mich über jeden Kommentar. blau im Text → klick

15 thoughts on “Das kann man nicht essen…

  1. Sabine

    Liebe Judika,

    Danke fürs erinnern – Spätzle habe ich früher auch gerne selbst gemacht. Nur fürchte ich, würden meine Kinder zum selben Ergebnis kommen wie Dein Sohn 😉
    Liebe Grüße
    Sabine

  2. fRau käthe

    oh ich denke, dass könnte ich gRad ganz wundeRbaR essen. auch zu dieseR uhRzeit. was heRzhaftes wäRe gRad peRfekt.
    liebe gRüße. käthe.

  3. gemachtes und gedachtes

    Sehen die gut aus die Spätzle! Bio-Spätzle sind übrigens eine vor Kurzem von mir entdeckte Marktlücke. Im Regal habe ich lediglich schmaler geschnittene Vollkurn-Bandnudeln gefunden, die mir als Spätzle angepriesen wurden… Liebe Grüße,Nicole

  4. Billa

    Allen kann man’s nie recht machen. Wir sind nur zu dritt und da gibt es auch nur eine ganz kleine Schnittmenge, was jedem schmeckt. Ich finde dein Rezept sieht wunderbar aus und es geht doch nicht über Selbstgemachtes!
    Es grüßt die Billa

  5. mrs.columbo

    ich dacht erst, du hättest dich vertippt: sieben eier! aber auf dem bild sieht man, es sind tatsächlich so viele!
    hast du schon versucht, deinen söhnen das gemüse zu pürieren? so hab ich meiner tochter, als sie klein war, fast jedes gemüse untergejubelt. mit obers oder rahm schön cremig gemacht, nach lust und laune gewürzt, so rutscht es besser!

    lieben gruß!

    susi

  6. The Boxing Duck

    Hier Dinkel zu bekommen ist schwierig, aber ich könnte ja auch fertiges Dinkelmehl nehmen, nicht wahr? Ein Spätzlepresse habe ich auch keine. Kann man diesen Teig auch schaben? Fragen über Fragen. 😉 Aber ich würde deine Spätzle wirklich gerne einmal ausprobieren.

    LG
    Rebekka

  7. mme ulma

    haargenau meins! so ein toller spätzlepresser fehlt hier einzig noch; wir haben ein nockerlsieb und ein drittel landet dann immer irgendwo neben dem kochtopf – eine ordentliche schweinerei, aber so gut …
    liebe grüße von ulma

  8. Die Raumfee

    Mir hätte es sicher supergeschmeckt, mein Sohn wäre da mit deinem konform gegangen. 😉
    Ein Spätzleschwoab fehlt mir auch noch, ich schabe bisher vom Brett. Mit Dinkel noch nicht ausprobiert, aber demnächst dann. Die Dinkelbandnudeln zum Gulasch konnte ich am Samstag schon unbemerkt unterjubeln. 😉

    Herzlich, Katja

  9. Trollblume

    Du hast es aber mit deinen Männern essenstechnisch nicht gerade einfach, dabei ist das Rezept so toll. Spätzle habe ich noch nie mit Dinkelmehl gemacht; das muss mal ausprobiert werden.
    Liebe Grüße!

  10. mickey

    ha, die söhne wissen gar nicht was ihnen entgeht…. ich hätte alles razifatzi weggeputzt.
    leeeeeecker 🙂
    liebe grüße mickey

  11. Nordlicht-Klause

    Moin Judika,
    deine Spätzlepresse sieht für Nordlichtaugen direkt exotisch aus, aber das Ergebnis lässt mir das Wasser im Mund zusammenlaufen.
    Ich hoffe, dir geht es weiterhin täglich besser, das mit deinem Bein liest sich gruselig!
    Manchmal braucht man einen Schutzengel!

    LG vom
    Nordlicht

  12. Julika

    Hallo Judika,

    ich habe so einen Spätzlehobel und habe damit Käsespätzle gemacht. Stimmt, sollte ich mal wieder ins Programm nehmen. Allerdings essen das meine Söhne alle nicht. Das ist ein Privatessen mit dem Göttergatten.
    Dadurch, dass Du Dinkelmehl genommen hast, sehen die Spätzle aber in meinen Augen schon…räusper..etwas gewöhnungsbedürftig aus.
    Ich dachte beim ersten Anblick an Krabben oder….das sagichjetztnicht…
    Aber lecker war es bestimmt!!!

    Liebe lachende Grüße
    Julika

  13. Margarete

    Ich mag sehr gerne Sachen aus Vollkornmehl und deine Spätzle mit Gemüse wären genau meins. Und die Verarbeitungtipps finde ich toll.

    Liebe Grüße von Margarete

  14. mano

    so eine spätzlepresse gibts hier im norden – glaub ich – nicht mal zu kaufen! aber ich liebe spätzle und mag sie am liebsten mit einer rahmigen pilzsoße. demnächst auch mit gemüse!
    lieben gruß, mano

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