Archiv für den Autor: Judika

Kastanienallee

Ich fahre ganzjährig Fahrrad, im Winter allerdings nur Kurzstrecken innerhalb der Stadt. Jetzt im Frühling schwinge mich immer öfter für längere Strecken aufs Fahrrad, bei jeder Tour merke ich, dass es leichter geht und die körperliche Fitness wie von selbst wiederkommt.Führt der Radweg  entlang so einer wundervoll purpurrot blühenden Kastanienallee, wie am Dienstagabend in Bad Bocklet, geht mir das Herz auf, ich steige ab, halte inne, schaue, lausche, atme, spüre. LEBE.

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Mein Freund der Baum
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Naturdonnerstag

von Bienen und Blümchen

Im Mai gibt es in der Imkerei viel zu tun, die Frühjahrstracht ist in vollem Gange. Die Völker wollen neue Königinnen aufziehen und schwärmen. Der Honigraum wird aufgesetzt,  die ersten Drohnen schlüpfen und die Eiablage der Königin erreicht Ihren Höhepunkt, die Varroamilbe muss bekämpft werden.  Ich  wollte  gestern meinem Lieblingsimker beim Arbeiten über die Schulter schauen, jedoch wurde ich gleich in den ersten Minuten zwei Mal von den Bienen gestochen, so lies ich das  fotografieren sein und ging in den nahen Wald um Maiglöckchen zu pflücken.

Maiglöckchen habe ich im Wald leider nicht gefunden, jedoch wuchs auf einer Wiese am Waldsaum Knöllchen-Steinbrech, im vergangenen Jahr habe ich daraus  Kränzchen und Herzen gewunden.Im Garten musste ein Joghurtglas als Vase herhalten, als ich wieder zu Hause war, verschenkte ich den Blumenstrauß an die alte Dame, die unter mir wohnt, sie hatte gestern Geburtstag und ich weiß, sie liebt wilde Blumen und kann krankheitsbedingt selbst keine Blumen mehr pflücken.verlinkt zu:
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Samstagsplausch
Naturdonnerstag

Kirschblüte

Bei hochsommerlichen Temperaturen sind wir durch  die Kirschplantagen der Fränkischen Schweiz gewandert, eines der größten Anbaugebiete für Süßkirschen in Deutschland, es wachsen hier ca. 200.000 Kirschbäume auf 2.500 Hektar Anbaufläche.
Bei der Blütenpracht geht mir das Herz auf und ich kann die Japaner so gut verstehen, dass sie die Kirschblüte euphorisch feiern.

Nun hoffe ich, dass das gute Wetter  anhält und die Bienen Zeit haben alle Blüten zu bestäuben. Zur Erinnerung: Vor einem Jahr gab es mitten in der Blütezeit noch einmal Frost und es kam teilweise zu Totalausfällen in der Obst- und Beerenernte.
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Naturdonnerstag bei Jahreszeitenbriefe
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Bunt ist die Welt, heutiges Thema: Frühling
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Mein Freund, der Baum bei Jahreszeitenbriefe
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NiWiBo sucht  Frühlingsgrüße

Ostersträuße

Ich habe ein ausgeblasenes Gänseei geschenkt bekommen und es blau marmoriert.
Die Technik ist ganz einfach: Ein paar Eßlöffel  Reis in ein Plastikgefäß mit Deckel  (z. B. eine Eisverpackung) kippen, ein paar Tropfen blaue und schwarze Acrylfarbe (sollen gekochte Eier marmoriert werden, bitte unbedingt Lebensmittelfarbe nehmen)  und ein wenig Wasser darüber träufeln, Deckel aufsetzen, Gefäß kräftig schütteln bis sich der  Reis hat  voll Farbe gesaugt hat, das ausgeblasene Ei zum Reis geben, Deckel wieder schließen,  den Behälter nun sanft  schütteln, sobald das Ei genügend marmoriert ist, herausnehmen und auf Papier trocknen lassen, evtl. anhaftende Reiskörner nach dem Trocknen entfernen.
Mir gefällt der Kontrast von den gelb blühenden Kornelkirschzweigen und dem Blau von Ei und Sofakissen sehr.Weil das Marmorieren mit dem Gänseei so gut geklappt hat, habe ich ein gekauftes goldenes Gipsei ebenfalls blau gefärbt,  Brigitts Osterkarte passt perfekt dazu.
Als ich bemerkte, dass ich die Nahaufnahme von Claudias witziger Tee-Osterkarte – sie liegt links neben dem Laptop – vergessen habe, war der Teebeutel bereits in der Tasse gelandet.
Nicht vergessen habe ich eine Nahaufnahme von Frau Libelleins kunstvoll bemalten Eiern, ich habe sie 2014 gewonnen und finde sie nach wie vor wahnsinnig schön.Auch nur in der Nahaufnahme zu sehen: seit Ostersonntag blühen die Apfelzweige auf dem Fensterbrett.
Ebenfalls nur in der Nahaufnahe zu sehen: Ein Schneckenhäuschen spielt Blumenvase für die im Park gepflückten Blausternchen.
Meine Papiereier hängen dieses Jahr an Maulbeerzweigen, auch diese beginnen auszutreiben,
ebenso die Weißdornzweige, an denen das  Ei aus Leinenstoff hängt.
Wer denkt, er hätte alle meine diesjährigen Ostersträuße gesehen täuscht sich, ich habe noch andere Zweige stehen, an denen Eier hängen, doch die haben es aus Gründen nicht in den Blog geschafft.

meine Ostersträuße verlinke ich zu:
Bunt ist die Welt, Thema Osterfest
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Flower-Friday, dort sammelt Helga Freitag für Freitag Blumenkreationen
das Fensterbrett verlinke ich zu Tabeas 12-tel-Blick:
Die Idee: jeden Monat zur selben Zeit ein Foto an der der selben Stelle machen und schauen was sich verändert hat, wer wissen will, wie mein Schreibtisch im Februar ausgesehen hat, hat schaut hier

Hammelberg

Gestern wanderten wir auf dem Hammelberg bei Hammelburg und entdeckten dort die ersten Küchenschellen des Jahres. Küchenschellen kommen nur  in wenigen Gebieten Deutschlands vor, in den Alpen fehlen sie ganz.  Auf Flächen, die nicht beweidet werden, ersticken kräftigere Stauden, Gräser und Gebüsch die zierliche Pflanzen, die nur auf Kalkmagerrasen gedeihen. Küchenschellen stehen unter strengem Naturschutz und dürfen weder gepflückt, noch ausgegraben werden.
Die behaarten äußeren Blütenblätter gleichen Vogelfedern (zufällig lag rechts neben den Küchenschellen eine), damit schützen sich die Pflanzen vor Kälte und Wasserverdunstung. Küchenschellen liefern reichlich Pollen und Nektar, jedoch ist es momentan für die Bienen noch zu kalt um auszufliegen.Am Wochenende hat es bei uns nochmals kräftig geschneit, im Wald und in schattigen Lagen so wie am Weinberg gegenüber, liegt noch Schnee.
Durch den Wegebau wurden die Kalkgesteinsschichten freigelegt.Die Weinstöcke sind bereits zurückgeschnitten, je nach Sorte lässt man nur einen oder zwei Triebe stehen, an dem später die Weintrauben reifen.Ein Mysterium am Hammelberg sind die “Geheimnisvollen Figuren”. Bis heute weiß niemand  welcher Künstler/in die ca. 160 cm hohen Betonskulpturen vor knapp 20 Jahren aufgestellt hat.
Von dieser Stelle springen bei entsprechender Thermik Gleitsegler vom Hammbelberg hinab ins Saaletal, welches von den über 50 Parbabolantennen der Erdfunkstelle Fuchsstadt dominiert wird. Anfang der 80ziger Jahre wurde die Erdfunkstelle von der Telekom gebaut, heute wird sie von einer US-Firma betrieben. Die beiden größten Antennen haben einen Durchmesser von 32 Metern, 25 weitere Antennen haben einen Durchmesser von über 9 Metern. Die Erdfunkstelle Fuchsstadt ist eine der größten Satelliten-Kommunikationsanlagen der Welt. Kontroverse Diskussionen gibt es immer wieder wegen der mutmaßlichen Strahlenbelastung im direkten Umfeld der Anlage, bis heute liegt kein neutrales Gutachten vor.verlinkt zum
Naturdonnerstag bei Jahreszeitenbriefe

Ranunkeln

In einem der kleinen Blumenläden in der Innenstadt entdeckte ich wunderschöne zweifarbige Ranunkeln, zusammen mit der hellgrünen, eiförmigen Kerze und dem Betonhäuschen ergeben sie eine reduzierte Deko, wie ich sie mag.
Auch aus der Nähe betrachtet sieht man den Ranunkeln nicht an, dass sie bereits eine ganze Woche bei mir auf dem Eßtisch stehen.
Diejenigen, die im Januar beim Mustermittwoch mitgemacht haben, erspähen ganz bestimmt das  Hexagonmuster auf den beiden Sofakissen im Hintergrund.
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Flower-Friday

Naturwaldreservat Lösershag

Naturwaldreservate sind Wälder, die sich in einem weitgehend naturnahen Zustand befinden. Die natürliche Waldentwicklung läuft hier ungestört ab. Im Lauf der Zeit entstehen Urwälder mit starken Bäumen und viel Totholz.  Wir erwanderten am Sonntag bei frühlingshaften Temperaturen das Naturwaldreservat Lösershag in der Bayerischen Rhön, es liegt in den “Schwarzen Bergen” bei Wildflecken/Oberbach und ist das älteste Naturschutzgebiet der Rhön.Der Boden des Reservats wird von einem Blockschuttfeld aus Basalt geprägt. Dieser Basalt geht auf Vulkanausbrüche vor rund 20  Millionen Jahren zurück. Während der Feinboden durch Erosion immer wieder abgewaschen wird, ist der Blockschutt seit Jahrtausenden erhalten geblieben. Im Gipfelbereich wächst auf blocküberlagerten Böden der klassische Blockschuttwald aus  Esche, Bergulme, Sommerlinde, Bergahorn und Spitzahorn. Der Großteil dieser Bäume ist 160 – 200 Jahre alt.Ansonsten bestimmt die Buche am Lösershag das Waldbild. Zu unserem Bedauern waren im gesamten Wald noch keine Märzenbecher zu entdecken, bei dem rauen Klima der Rhön brauchen die Frühblüher noch etwas Zeit.
Stehendes und liegendes Totholz ist ökologisch äußerst wertvoll, denn es  bietet einer Vielzahl von Käfern, Pilzen und Kleinstlebewesen Lebensraum.Seit über 50 Jahren bleibt der Wald am Lösershag sich selbst überlassen, das Betreten des Reservats erfolgt auf eigene Gefahr, es ist immer umstürzenden Bäumen, abbrechenden Ästen, querliegenden Stämmen und Basaltblöcken zu rechnen.
Teilweise war der Aufstieg bis zum 765 m hohen Gipfel ganz schön steil und wir rasteten einige Male um Luft zu holen,  Fernsicht und Rucksackverpflegung zu genießen.
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Naturdonnerstag bei Jahreszeitenbriefe

Tulpen

Gestern Abend bin ich im großen Supermarkt einkaufen gewesen und hatte vor dort einen Bund Tulpen zu kaufen, leider waren Tulpen schon ausverkauft, macht nichts dachte ich, hole ich sie mir halt im Baumarkt nebenan, doch auch dort gab es keine Tulpen, egal fahre ich halt zum anderen Supermarkt, das liegt auf dem Nachhauseweg, auch da Fehlanzeige, okay, laufe ich halt zum  A*di, der ist gleich um die Ecke. Dort gab es noch einen einzigen Bund Tulpen, leider waren  bei vier Stängeln die Blütenköpfe abgeknickt, ich fragte an der Kasse ob ich den Bund zum reduzierten Preis bekomme, “Nein, ich kann nichts reduzieren”, inzwischen war es 19:50 Uhr geworden, die Läden schließen hier spätestens um 20:00 Uhr, ich rannte über die Straße zu L*dl, dort hatten sie jede Menge Tulpen. Normalerweise kaufe ich Blumen tagsüber in einem der kleinen Blumenläden in der Innenstadt, dort gibt es gute Ware, bei Bedarf Beratung und gratis ein Lächeln der Verkäuferinnen, doch aus Gründen war mir das gestern nicht möglich. Heute morgen wand ich aus Moos ein Kränzchen, legte es auf den unteren Teller einer Etagere, auf den oberen Teller goß ich ein wenig Wasser und legte die gekürzten Tulpen lose darauf.Nachts werde ich  die Tulpen in ein wassergefülltes Kännchen stellen, leider kann man auf dem Foto die Aufschrift des Kännchens nicht gut lesen:

DO SMALL THINGS WITH GREAT LOVE


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Zitat im Bild
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Tell a story, heutiges Thema: Blumen

erste Osterdeko

Jetzt sieht man auch bei mir, dass es auf Ostern zugeht.
Aus Leinenstoff habe ich ein Ei gebaut.
Mit kopflosen Stecknadeln und kleinen schwarzen Perlen eine Hasen-Silhouette auf eine Leinwand gepinnt und
aus zwei Holzkugeln und Leinenstoff einen weiteren Hasen gebaut.
Das Stoff-Ei ist meinem Hirn entsprungen, die beiden anderen Sachen habe ich gnadenlos abgekupfert, und danke Kerstin und Gaby für die Inspiration.

Blumen habe ich heute keine, jedoch habe ich letzte Woche Zweige im Wald geschnitten, sie treiben frühlingsgrüne Blätter aus.

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NiWiBo sucht den Osterhasen

Wacholder

“Wie heißen die schwarzen Dinger, die Oma überall ins Essen reingetan hat?”, fragte unlängst einer meiner Söhne. “Wacholderbeeren”, antwortete ich. Die Schwiegermutter kochte fränkisch und da kommen ins Sauerkraut, ins Blaukraut, in die Rinderkraftbrühe, in die Sauerbratensauce oder auch in die eingemachten Gurken reichlich Wacholderbeeren, für meinen Geschmack oftmals zu viele.  Wacholdersträucher und Bäume gehören zu den Zypressengewächsen, sie gedeihen auf Trockenrasen. Botanisch gesehen sind die erbsengroßen, runden Wacholderbeeren keine Beeren sondern weibliche Zapfen, die im ersten Jahr nach der Befruchtung grün und im zweiten Jahr blaugrau bis schwarzbraun reifen. Nach der Ernte ab August bis November können die Beerenzapfen nicht nur als Gewürz , sondern auch als Tee verwendet werden.  Wacholderöl wird zum Inhalieren  und in der Sauna als Aufguss genommen. Aus dem Destillat werden Spirituosen hergestellt, beispielsweise Wacholderschnaps oder auch Gin.Wir wanderten an einem sonnigen Tag Ende Januar durch die Wacholderweide im Naturschutzgebiet auf dem Gelände des ehemaligen US-Army-Flugplatzes Bad Kissingen, dort ist das Pflücken der Früchte verboten. Außerhalb von Naturschutzgebieten darf man Wacholderbeeren in haushaltsüblichen Mengen sammeln, man sollte dabei jedoch unbedingt Handschuhe tragen, da die Nadeln der Sträucher sehr spitz sind und stechen.
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