Kategorie-Archiv: unterwegs

Valle Maggia

Auf unserem Weg in den Süden machten wir 2 Tage Station im Valle Maggia. Das Maggiatal – das magische Tal – erstreckt sich im Schweizer Kanton Tessin von Locarno am Lago Maggiore bis etwa 50 km weiter nach Norden.Wir haben sowohl im Lago Maggiore gebadet als auch an an mehren Stellen im Fluss Maggia.

Foto: K. K.

Foto: K. K.

Während einer Bergwanderung bei Cevia erfrischten  wir uns im glasklarem Wasser einer Naturbadewanne.

Die alten Häuser mit ihren Steindächern fand ich sehr hübsch.Trockenmauern bieten  Lebensraum für wärmeliebende Tierarten wie Eidechsen, Erdkröten, Wildbienen und Laufkäufer,  in den Mauerfugen siedeln sich an extreme Standortbedingungen angepasste Pflanzen an.

Wohin uns unsere Reise nach diesem Zwischenstopp geführt hat, erzähle ich demnächst.

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Naturdonnerstag bei Jahreszeitenbriefe
Samstagsplausch bei Karminrot
Europareise bei Le monde de Kitchi

Kirschblüte

Bei hochsommerlichen Temperaturen sind wir durch  die Kirschplantagen der Fränkischen Schweiz gewandert, eines der größten Anbaugebiete für Süßkirschen in Deutschland, es wachsen hier ca. 200.000 Kirschbäume auf 2.500 Hektar Anbaufläche.
Bei der Blütenpracht geht mir das Herz auf und ich kann die Japaner so gut verstehen, dass sie die Kirschblüte euphorisch feiern.

Nun hoffe ich, dass das gute Wetter  anhält und die Bienen Zeit haben alle Blüten zu bestäuben. Zur Erinnerung: Vor einem Jahr gab es mitten in der Blütezeit noch einmal Frost und es kam teilweise zu Totalausfällen in der Obst- und Beerenernte.
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Naturdonnerstag bei Jahreszeitenbriefe
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Bunt ist die Welt, heutiges Thema: Frühling
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Mein Freund, der Baum bei Jahreszeitenbriefe
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NiWiBo sucht  Frühlingsgrüße

Stuibenfall

Von unserem Winterwanderurlaub in Österreich zeigte ich bereits einige Fotos, u. a. wie ich an meinem 54. Geburtstag im Schnee getanzt habe. Wir wohnten damals  genau oberhalb des Stuibenfalls und konnten von unserer Ferienwohnung aus das Tosen des Wassers hören.
Der Stuibenfall  ist der höchste Wasserfall Tirols. Von Niederthai kommend stürzt sich das Wasser des Horlachbaches in zwei Fallstufen über 159 Meter in die Tiefe. Noch niemals zuvor habe ich solch große Eiszapfen gesehen.
Über 728 Stufen und 5 Aussichtsplattformen kann man den Stuibenfall erwandern,
es gibt auch einen Klettersteig, der im Dezember natürlich geschlossen war.

Ein ganz besonders Erlebnis war es über die 80 Meter lange, mitschwingende Hängebrücke zu laufen und in die Tiefe zu schauen.
Leider war es an jenem Tag sehr diesig, deswegen fotografierte ich auch teilweise in schwarzweiß.
Mittwochs wird der Stuibenfall abends beleuchtet und es werden Fackelwanderungen angeboten, das stelle ich mir sehr romantisch vor. Mir hat dieses kleine Seitental des Ötztals sehr gut gefallen und ich möchte gerne im Sommer nochmals dorthin fahren.
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Naturdonnerstag bei Jahreszeitenbriefe

Niederthai

 

Noch gibt es kein Gesetz, das alten Weibern verbietet im Schnee zu tanzen.

frei nach Astrid Lindgren

Im Schnee getanzt habe ich am zweiten Adventswochenende. Damals waren wir für ein paar Tage nach Österreich gefahren. Wir wohnten in Niederthai-Höfle, das liegt in einem Seitental des Ötztals.

Vom Esstisch unserer Ferienwohnung hatten wir diesen grandiosen Blick auf die Stubaier Alpen.Fernab vom Massentourismus und außerhalb der Saison erwanderten wir die nähere Umgebung auf ausgewiesenen Winterwanderwegen. Seit Beginn der Landwirtschaft wurden in den Bergen künstliche Bewässerungräben – Waale – angelegt. Waalsteige oder Waalwege waren nötig um die Waale warten zu können, heute dienen diese uralten Wege als Wanderwege und werden aufwändig in Stand gehalten.
Bei einer unserer Wanderungen kamen wir am Ötzidorf vorbei,  einem archäologischen Freilichtpark, der Einblicke in das Steinzeitleben gibt. Obwohl der Park geschlossen hatte, konnten wir übers Gelände laufen.
Unsere Urlaubstage vergingen wie im Flug. Wir fuhren nur ein einziges Mal zum Einkaufen ins Tal, ansonsten blieb das Auto stehen. Uns hat es in Niederthai sehr gut gefallen, demnächst zeige ich noch ein paar Fotos vom Stuibenfall, Tirols höchstem Wasserfall.
Nachtrag:
Gestern habe ich mir ein paar Gedanken über die Bloggerei von der Seele geschrieben.

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Samtagsplausch
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Franziskusweg

Kürzlich sind wir in der Langen Rhön den Franziskusweg, ein Besinnungsweg zum Sonnengesang des Heiligen Franziskus gegangen. Der Rundweg führt durch lichten, aber auch  durch dichten Wald über sonnenbeschienene Rhönwiesen mit grandiosem Fernblick, durch Bachauen, über Brücken entlang einer belebten Straße und hinein in ganz stille Winkel.Entlang am Weg wurden die zehn Strophen des  Sonnengesangs mit Skulpturen und Kunstobjekten der Holzbildhauerschule Bischofsheim bildlich gestaltet.
Zusätzlich zum Sonnengesang ist ein Lebensweg mit  Lesestationen eingeflochten, gerade diese meditativen, nichtkirchlichen Texte haben mich sehr angesprochen
Es gibt den Wolf in mir.
Ich kann ihn nicht besiegen, aber zähmen.

“Man wandelt nur was man annimmt.”
Frieden: 
Da berühren sich Himmel und Erde



Nähere Informationen, aber auch einen Teil der meditativen Texte, die mich sehr angesprochen haben, findet man auf der Web-Site zum Franziskusweg, dort kann man auch ein Buch mit allen Texten und Bildern des Sonnengesangs und des Lebenswegs bestellen.verlinkt zu:

Naturdonnerstag

Samstagsplausch

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Milseburg

Typisch für die Rhön sind die Rhönschafe mit ihrem schwarzen Kopf, sie sind eine ganz alte,  an das raue Klima angepasste Schafsrasse.
Gesehen habe ich die putzigen Gesellen am Valentinstag während einer Wanderung auf die Milseburg, ein Berg in der Hessischen Rhön, den ich ganz besonders liebe. Im Februar 2015 habe ich darüber bereits ausführlicher geschrieben, damals war der Berg und das Umland schneebedeckt.

Für mich ist die Milseburg unbestritten einer der Kraftorte, die ich sehr gerne aufsuche, von meinem heutigen Wohnort muß ich allerdings dazu 60 km weit fahren, so sind Besuche dort selten geworden.Für den steilen Aufstieg  wird man durch phantastische Blicke ins “Land der offenen Fernen” – so wird die Rhön oft genannt, belohnt. Ich saß lange hemdsärmelig auf meinem Sitzkissen in der Sonne, atmete die frühlingshafte Luft ein und schnurrte dabei wie eine Katze.Die Milseburg wurde bereits von den Kelten besiedelt. Ein archäologischer Wanderweg erklärt über 15 Stationen das Leben der prähistorischen Bergbewohner, viele Fragmente sind auch für den Laien sofort erkennbar.

Die lustige Legende über die Gangolfskapelle habe ich bereits nacherzählt. 

Der Wanderweg war stellenweise vereist und spiegelglatt, so dass ich mir einen langen Ast als Wanderstock gesucht habe, um sicher gehen zu können.

Die alten und toten Bäume am Wegrand sind ein Zeichen nachhaltiger  Waldwirtschaft. Sie sind der Lebensraum von rund einem fünftel der gesamten Waldfauna, unzählige Käferarten, viele Vögel und Säugetiere, aber auch Pilze, Flechten, Algen und anderes mehr leben dort.

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Samstagsplausch

Himmeldunkberg

Gestern sind wir bei strahlend blauen Himmel  auf den 888 Meter hohen Himmeldunkberg im Südwestteil der Langen Rhön,  direkt an der Landesgrenze von Bayern zu Hessen, gewandert.

Die Buchen auf dem Berggipfel waren mit Raueis überzogen und wirkten wie aus einer anderen Welt.

Raueis bildet sich bei hohen Windgeschwindigkeiten und Kälte aus Nebelwassertröpfchen, typischerweise entgegen der Windrichtung.
Durch das Gewicht der Eiskristalle können Äste abbrechen, auf dem Boden liegend sehen die bizarren Eiskristalle wie Sägespäne aus.
Oben am Gipfelkreuz hatte ich meine Wollhandschuhe zum  Fotografieren ausgezogen, plötzlich wurden beide Handschuhe von einer Windböe erfasst  und über den Steilhang nach unten geweht. Ich bin ganz vorsichtig runtergeklettert, einen Handschuh habe ich wieder gefunden, der andere blieb auf den schwarzen Basaltfelsen unauffindbar.

Schäferkarren sind typisch für die Rhön, dort finden die Schäfer beim Schafe hüten Unterschlupf.An einer windgeschützen Stelle genossen wir die Sonne und die Verpflegung aus dem Rucksack.Mein Dessert: Milchreis mit Himbeeren
Ich legte mich in den Schnee und formte mit Armen und Beinen einen Schnee-Engel.
Keine Blüten, sondern Schnee.
Auf den letzen Metern der Wanderung fand ich ein Herzchen im Gras und ich merkte mal wieder, wie sehr mein Herz in der Natur aufgeht und mein Hirn zum Stillstand kommt.
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mein Freund, der Baum
Montagsherz

und zu Eye-Poetry 

Amrum, I

DSC_0095

Mein Arzt hielt es für eine gute Idee, die Wartezeit bis zur inzwischen genehmigten Reha mit einem Aufenthalt am Meer zu verkürzen, so fuhr ich für eine Woche nach Amrum. Die kleine nordfriesische Insel mit dem kilometerlangen Sandstrand  ist ideal für eine Auszeit.

DSC_0039 Think pink!
DSC_0191Lauschen
DSC_0042Picknick-Korb packen
DSC_0066Genießen
(in Kokosöl gebratene Kohlrabi mit frischer Petersilie)DSC_0092Farben sammeln
DSC_0106beobachten
DSC_0184Entdecken

DSC_0197 Lauschen
IMG_0108 der Sonne entgegenlaufenIMG_0134erklimmen
IMG_0113nach unten gucken
IMG_0132Wind und Weite spüren

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Samtagsplausch
IN HEAVEN

Rothenburg ob der Tauber

DSC_0115Mein Arbeitgeber hat mich ab Aschermittwoch auf eine anstrengende Fortbildung geschickt. Nach Seminarschluss bin ich gestern nicht auf direkten Weg nach Hause gefahren, sondern habe einen Zwischenstopp in Rothenburg ob der Tauber eingelegt. DSC_0116DSC_0157 Rothenburg o. T. ist eine sehr gut erhaltene mittelalterliche Stadt und dient immer wieder als Filmkulisse. In den Sommermonaten und in der Weihnachtszeit wimmelt es in der Altstadt nur so von in- und ausländischen Touristen.DSC_0123DSC_0142Gestern war das anders, ich konnte bei strahlend blauen Himmel und eiskalter Luft ganz entspannt auf der Stadtmauer spazieren und über die Dächer der Stadt schauen.

DSC_0137Als sich der Himmel zart zu färben begann, wirkte der Blick schon fast kitschig:
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Nach meinem Spaziergang war ich durchgefroren und gönnte ich mir, obwohl ja Fastenzeit ist, in einem Café eine Rothenburger Spezialität: DSC_0149Schneeballen“, ein Mürbeteiggebäck, das mit Hilfe einer speziellen Zange in Fett ausgebacken wird, lecker war er der Schneeballen.DSC_0147

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IN HEAVEN
Samstagsplausch

Fränkische Weinberge

DSC_0191Ich bin in Franken aufgewachsen, genau an der Grenze von Bier- und Weinfranken. Verblüfft war ich, dass auf Norderney zum Sundowner Wein aus Volkach am Main ausgeschenkt wurde und weil mir und meiner Freundin dieser Wein so gut geschmeckt hat, bin ich direkt zum Erzeuger auf die Weininsel an die Fränkische Mainschleife gefahren und habe ein paar Flaschen Weißwein “Summer” gekauft.DSC_0178Blick von der Weininsel auf die Vogelsburg.
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Nach dem Weinkauf machte ich einen kleinen Spaziergang durch die Weinberge.DSC_0164Über die glücklichen Kühe, die mir begegnet sind, habe ich bereits einen Post geschrieben.
DSC_0117Mich überkommen immer Nostalgiegefühle wenn ich einen VW-Käfer sehe, als Führerscheinneuling fuhr ich einige Jahre mit solchem Gefährt in blau durch die Lande. Unvergessen das rollende Fahrgeräusch und natürlich auch der horrende Spritverbrauch. Nach dem VW-Käfer kam dann der R4, ebenfalls ein Kultauto der 80iger Jahre.
DSC_0113DSC_0120In Franken wird sowohl Weiß- als auch Rotwein angebaut.
page 1An den Rebstöcken wird das Weinlaub unmittelbar an den Reben entfernt, damit die Trauben ausreichend Sonne bekommen.DSC_0146
page 2 Ganz typisch für Franken sind  Bildstöcke, meist von Privatleuten gestiftet um Gott oder Maria für irgendetwas zu danken, man findet solche Kleindenkmäler oft an Wegkreuzungen oder wie hier in den Weinbergen.
DSC_0193Der Blick von der Vogelsburg auf die fränkische Mainschleife, der Turm der aus dem Wald herausragt gehört zur Hallburg, dort stand der VW-Käfer.