Archiv der Kategorie: unterwegs

Fränkische Weinberge

DSC_0191Ich bin in Franken aufgewachsen, genau an der Grenze von Bier- und Weinfranken. Verblüfft war ich, dass auf Norderney zum Sundowner Wein aus Volkach am Main ausgeschenkt wurde und weil mir und meiner Freundin dieser Wein so gut geschmeckt hat, bin ich direkt zum Erzeuger auf die Weininsel an die Fränkische Mainschleife gefahren und habe ein paar Flaschen Weißwein “Summer” gekauft.DSC_0178Blick von der Weininsel auf die Vogelsburg.
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Nach dem Weinkauf machte ich einen kleinen Spaziergang durch die Weinberge.DSC_0164Über die glücklichen Kühe, die mir begegnet sind, habe ich bereits einen Post geschrieben.
DSC_0117Mich überkommen immer Nostalgiegefühle wenn ich einen VW-Käfer sehe, als Führerscheinneuling fuhr ich einige Jahre mit solchem Gefährt in blau durch die Lande. Unvergessen das rollende Fahrgeräusch und natürlich auch der horrende Spritverbrauch. Nach dem VW-Käfer kam dann der R4, ebenfalls ein Kultauto der 80iger Jahre.
DSC_0113DSC_0120In Franken wird sowohl Weiß- als auch Rotwein angebaut.
page 1An den Rebstöcken wird das Weinlaub unmittelbar an den Reben entfernt, damit die Trauben ausreichend Sonne bekommen.DSC_0146
page 2 Ganz typisch für Franken sind  Bildstöcke, meist von Privatleuten gestiftet um Gott oder Maria für irgendetwas zu danken, man findet solche Kleindenkmäler oft an Wegkreuzungen oder wie hier in den Weinbergen.
DSC_0193Der Blick von der Vogelsburg auf die fränkische Mainschleife, der Turm der aus dem Wald herausragt gehört zur Hallburg, dort stand der VW-Käfer.

Möwen

DSC_0153Hörst du, was das Meer dir sagt, wenn am Strand die Wellen brechen,
seltsam, dass der Mensch doch glaubt, nur mit Worten kann man sprechen.
Stephan LentzDSC_0188 Mein jüngster Sohn war für eine Woche auf eine Kinderfreizeit gefahren und ich mit meiner besten Freundin nach Norderney.
DSC_0194In den ersten Tagen war das Wetter unbeständig, das Meer stürmisch,  ideale Bedingungen um sich während langen Strandspaziergängen das Hirn vom Wind frei blasen zu lassen.DSC_0259Das schien auch diese Möwe zu finden,DSC_0254dann und wann blieb sie stehen undDSC_0255machte ein paar Yoga-Übungen, bis sie sich schließlich anderen Dingen zuwendete.
DSC_0250Möglich, dass ihre Konzentration  durch das Gebrumm des Radladers gestört wurde.
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Café über den Wolken

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Das Café und Restaurant  “Über den Wolken”  in der 35. Etage des Maritim Strandhotels Travemünde steht jedermann offen und bietet einen einmaligen Ausblick über die Stadt und das Meer.2015-06-25 15.38.42

Von außen ist das Strandhotel Maritim ein häßlicher Kasten und verschandelt die ganze Lübecker Bucht, gebaut wurde es Anfang der 1970iger Jahre, wie so viele andere häßliche Gebäude. Im Dachgeschoss befindet sich das mit 114, 7 m höchste Leuchtfeuer Deutschlands, es ersetzte das älteste Leuchtfeuer Deutschlands, den Travemünder Leuchtturm. Fasziniert waren wir über die enorme Geschwindigkeit in der der Aufzug die Strecke bis nach oben zurücklegte.IMG_0061
IMG_0055 Während wir uns stärkten, begann es zu regnen.

IMG_0062Scheinbar durch den Wind waren die Fensterscheiben sofort wieder trocken und wir konnten den Ausblick weiter genießen:
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IMG_0069Selbst die riesigen Fährschiffe wirken von dort oben wie Spielzeugboote.IMG_0072Ein Lastschiff mit Baumstämmen und rechts oben eines der Wahrzeichen von Travemünde, das alte Segelschiff Passat, andere Photos von der Passat: hier
IMG_0070Am kleinen Fähranleger werden nur Fußgänger mitgenommen, Radfahrer müssen die Autofähre “Lübeck” benutzen um zur Halbinsel Priwall zu gelangen, das machten wir tags darauf:IMG_0170An meinem langen Schatten kann man erkennen, dass unsere Rückfahrt nach Travemünde mit der Autofähre  am frühen Abend war, außerdem kann man an meinem Schatten erkennen, dass ich eine Daunenjacke und lange Hosen trage, an der Ostsee war es in der letzten Juniwoche sehr kalt.
IMG_0166Das Maritim und ein großes Fährschiff vom Priwall aus gesehen, kaum zu glauben, dass die Fahrrinne der Ozeanriesen so nah am Strand verläuft.
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Mehr Photos aus der Lübecker Bucht von mir: hier, hier, hierhier und hier.

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Samstagsplausch
Kaffeeklatsch bei Regina

 

Wolkenlos

2015-06-22 17.04.32_Das Restaurant “Wolkenlos” auf der Seebrücke am Timmendorfer Strand bietet zweifellos ein wundervolles Ambiente um einen Cappuccino zu trinken. Der Schein trügt, ich mußte lange warten, bis die Seebrücke  fast menschenleer war. 2015-06-26 15.08.16Im Restaurant sitzt man hinter Panoramascheiben quasi im Meer, ein Traum!
Teilweise sind sogar im Fußboden Glasscheiben eingelassen und man kann nach unten ins Wasser schauen.2015-06-22 17.04.32
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Bei Einbruch der Dämmerung wird das “Wolkenlos” blau illuminiert und2015-06-25 22.08.12man kann die Sonne durch die Glasscheiben im Meer versinken sehen.2015-06-25 21.12.54Südseefeeling pur, jetzt zu Beginn der Saison bekommt man dort mühelos Platz, im Hochsommer wird das anders sein, da wollte ich nicht dort sein.

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Bunt ist die Welt
Tassentango



Vorsaison am Meer

IMG_0012Am Montag fuhr mein jüngster Sohn auf Klassenfahrt, ich hatte zeitgleich Urlaub eingetragen und wie es der Zufall wollte, hatte eine gute Bekannte ebenfalls Zeit, so setzten auch wir uns in einen Zug und stiegen auf einem kleinen Bahnhof an der Ostsee wieder aus.IMG_0039Es war einfach nur traumhaft schön, wie die Wolken am Himmel änderte sich die Temperatur ständig, wir sind nie nass geworden, trugen jedoch vom schulterfreien Kleid bis zur Daunenjacke alle Kleidungsstücke, manchmal auch übereinander.IMG_0037IMG_0032Niemals möchte ich in der Hauptsaison am Timmendorfer Strand sein, wenn die Strandkörbe alle belegt sind.IMG_0184
Bei der kühlen Wassertemperatur trauten sich nur ganz mutige ins Wasser und die Rettungsschwimmer hatten nicht viel zu tun.IMG_0041

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IMG_0035 IMG_0021Schwer beeindruckt war ich von der “Passat”, ein über 100 Jahre altes Segelschiff, sie liegt im Hafen Travemünde, die Hansestadt Lübeck rettete das Schiff 1959 vor dem Abwracken und stellte es unter Denkmalschutz. Ich möchte die 56 Meter hohen Masten gerne einmal beflaggt sehen.
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Die Passat von der Halbinsel Priwall aus gesehen: im Hintergrund das 119 Meter hohe Hotel “Maritim”.
_IMG_0140Wir sind jeden Tag über 50 km mit den geliehenen Räder gefahren, wo es uns gefiel rasteten wir, schauten wir aufs Meer, täglich machten wir am Strand Picknick:IMG_0130

Weil ich meiner Begleiterin tags zuvor erzählt habe, dass ich im vergangenen Winter mit Tally am Strand mit Sekt auf meinen Geburtstag angestoßen habe, überraschte sie mich auf dem Priwall fast an der gleichen Stelle   mit Blubberwasser aus dem Rucksack, im kalten Meerwasser erlangte der Sekt rasch Trinktemperatur.
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Abends waren wir: Flasche leer und viel zu müde um nochmals auszugehen, sondern lagen ganz bald im Bett.IMG_0179Mein langes Kleid hing die ganze Woche am Kleiderschrank, erst am letzten Tag wurde es getragen: zum Abschiedskaffee auf der Seebrücke.

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Kaffeeklatsch

Segelflugplatz Plätzer

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Alljährlich zu Pfingsten laden die am Segelfluggelände Plätzer ansässigen Segelfliegervereine zu einem Tag der offenen Tür ein, man kann Rundflüge buchen oder einfach das Spektakel vom Boden aus genießen.

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Der Flugplatz liegt auf einem kleinen Plateau inmitten des hessischen Kegelspiels, die Thermik hier ist ideal für Segelflug, Motorsegelflug und Ultraleichtbetrieb.DSC_0161

Die Segelflugzeuge werden auf dem Gelände mit einem Jeep an den Abflugplatz geschleppt.DSC_0198

Anschließend werden sie mit einem Schleppflugzeug in die Luft gebracht, hierbei kann das Segelflugzeug direkt in einen Aufwind geschleppt werden und der Einstieg in die Thermik gelingt leichter.DSC_0201

Wenn man genau guckt, ist auch hier das Seil zu erkennen.

DSC_0195Es war nicht einfach das Starten zu photograhieren, da auf dem Gelände sehr viele Helfer und auch Angehörige der Fluggäste unterwegs waren und ich deren Privatsphäre respektieren wollte.DSC_0163

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Sobald die Aufwinde den Segelflieger tragen, lässt das Schleppflugzeug die Leine los und das Segelflugzeug segelt lautlos durch die Lüfte, die Flugzeuge gewinnen sehr schnell an Höhe gewinnen und geraten aus dem Blickfeld.DSC_0229
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DSC_0184Die Flugdauer und Flugweite eines reinen Segelflugs richtet sich nach der Thermik, mit solch einem Flugzeuganhänger  werden die Segelflugzeuge von ihrem Landeplatz wieder abgeholt.DSC_0172Ein Motorsegler kann ohne fremde Hilfe starten, sobald der Motor abgestellt wird, nutzt er wie der Segelflieger die Thermik, die den Reiz des Segelfliegens ausmacht.

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DSC_0193Mittlerweile werden auf dem Plätzer verstärkt Ultraleichtflugzeuge wie die D-MBES geflogen. Der Erwerb der Fluglizenz und auch der laufende Betrieb mit solch einem Flugzeug ist wesentlich günstiger als bei einem Motorflugzeug und man ist im Gegensatz vom reinen Segelflieger von der Thermik unabhängig. Mit einem Ultraleichtflugzeug kann man große Strecken mit einer Geschwindigkeit von 150 km/h zurücklegen und durch ganz Deutschland bzw. ins benachbarte Ausland fliegen.

DSC_0211Wir sind an Pfingsten nicht geflogen, es lag ein Gewitter in der Luft, die Fernsicht war nicht so gut. Wenn ich fliege möchte ich so gerne unser Haus von oben fotografieren, denn das steht Luftlinie keine 10 Km entfernt vom Plätzer.

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Marburg an der Lahn

DSC_0345Am letzten Sonntag im Oktober besuchten wir eine der ältesten Universitätsstädte Deutschlands: Marburg an der Lahn, das ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn die Unistandorte sind über die gesamte Stadt verteilt. Derzeit hat die Stadt ca. 72.000 Einwohner und es sind über 25.000 Studenten eingeschrieben.

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Im Volksmund erzählt man sich der schiefe Turm der Marienkirche würde von selbst gerade werden, sobald die erste Medizinstudentin ihr Studium als Jungfrau abschließt. Verwinkelte Gässchen und Plätze laden zum Verweilen ein.

DSC_0339Auch die Gebrüder Grimm studierten einst in Marburg, daher findet man überall in der Stadt Skulpturen ihrer Märchenfiguren,  warum die Stadtväter  allerdings solche unsensible Stromkabelverleger zulassen ist mir schleierhaft.

DSC_0353Über der Stadt trohnt das Landgrafenschloss, auf der Aussichtsterasse befindet sich eine begehbare Camera Obscura, die Vorführung war für uns ein unvergleichliches Erlebnis, das ich jedem Besucher der Stadt empfehlen würde. Vor lauter Faszination vergaß ich das Fotografieren.DSC_0378Im Traditons-Café Vetter kann man nicht nur vorzügliche Kuchen und Torten genießen, sondern hat auch einen wunderbaren Blick über die Dächer der Stadt.DSC_0355
DSC_0282Vor der Elisabethkirche hat der Lionsclub ein Tastmodell (eine vereinfachte dreidimensionale Darstellung eines Bauwerkes) aufstellen lassen,  Menschen mit Sehbehinderung  können damit Bauwerke erfühlen und Erläuterungen in Brailleschrift lesen.DSC__0314

Die Elisabethkirche wurde Mitte des 12. Jahrhundert gebaut, sie  ist die früheste rein gotische Hallenkirche, ihre  farbigen Glasfenster zeigen das Leben der Heiligen Elisabeth und gehören zu den bedeutendsten Beispielen gotischer Glaskunst.

DSC_0302Diese Statue visualisiert die Rosenwunderlegende:   Elisabeth von Thüringen bringt gegen den ausdrücklichen Wunsch ihrer wohlhabenden Familie  in einem Korb bzw. unter ihrem Gewand verdeckt Brot zu den Armen. Sie wird ertappt, das Brot verwandelt sich in blühende Rosen, Elisabeth entgeht einer Strafe.

DSC_0380Ein letzter Blick auf die Kirchtürme, jeder trägt eine andere Wetterfahne.

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Letzer Blick

Auf der Seufzerbrücke, sie wird so genannt, weil die Verurteilten sie auf dem Weg vom Gerichtssaal im Dogenpalast zum Kerker überquerten, hielt ich den Blick aus zwei nebeneinander liegenden gemauerten Rosettenfenstern fest.  Für viele Menschen waren dies die letzen Blicke in die Freiheit, der Strafvollzug war barbarisch, nur wenige überlebten die Inhaftierung.

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DSC_0210Mehr Venedig von mir: hier, hier, hier, hier  hier und hier.

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Wasser, Sonne, Licht

Mit Urlaubsphotos ist das ja immer so eine Sache: Es werden unzählige gemacht und dann verschwinden sie in der Versenkung. Seit ich blogge ist das ein wenig anders geworden. Ich kann es selber nicht glauben, dass es noch nicht einmal drei Wochen her ist, seit wir in Venedig in  der Sonne und in der Wärme waren.2014-10-04 14.55.35 DSC_0042

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Ich wünschte ich könnte so eine Kulisse zusammen mit den Menschen, die ich liebe und die mich lieben, geniessen.DSC_0121
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Diese Figuren stehen  auf dem Dach des Palazzo Ducale (Dogenpalast),  der Palast selber war mir viel zu düster und zu vollgestopft mit Gemälden, durch die vielen Besucher wurde man regelrecht durchgeschoben,  ebenso in der Basilica di San Marco (Markusdom) und auf der Rialtobrücke. DSC_0089
Ein bunt bemalter Lastkran. Den spielenden Jugendlichen war ihre Lebensfreude anzumerken.

DSC_0226Gerne würde ich nochmal in die Stadt an der blauen Lagune fahren, jedoch niemals mehr an einem typischen Urlaubswochenende, sondern nur nur noch unter der Woche.
Mehr Venedig von mir: hier, hier, hier, hier und hier.

Torre dell’Orologio

auf deutsch: Uhrturm

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Selbstverständlich besichtigten wir in Venedig auch einen Teil der weltbekannten Sehenswürdigkeiten. Das erste Mal kamen wir genau um 12:00 Uhr auf der Piazza San Marco, dem Markusplatz an.DSC_0046Fasziniert beobachtete ich die beiden riesigen Bronzefiguren auf der Spitze des Turmes die mit ihren Hämmern die Glocke 12 Mal anschlugen.

LöweDSC_0049Eine Abbildung des Wahrzeichens von Venedig: Der Markuslöwe

X00Mein Blick wanderte nach weiter nach unten auf die römischen Zahlen und ich überlegte welche Zahl der Buchstabe “0” bedeutet, von  mir unerwartet änderte sich das “O”  plötzlich in
-DSC_0051eine “5” und bei mir fiel es wie Schuppen von den Augen, es war gar keine römische Zahl sondern eine arabische Zahl, fünf Minuten später wurde die 5 zur 10 u.s.w.

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Die astronomische Uhr mit ihrem Zifferblatt aus Lapislazuli zeigt die Mond- und Sonnenphasen und die Tierkreiszeichen an :
Ich stand am 3. Oktober vor dem Turm, also, der 10. Monat, das Tierkreiszeichen Waage

Von meinen Mitreisenden haben nicht alle den Torre dell’Orologio wahrgenommen, ihr Blick richtete sich sofort auf die anderen Sehenswürdigkeiten des Platzes, mehr Eindrücke von meinem Besuch in der Lagunenstadt: hier, hier, hier und hier.

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Perpektivwechsel
Glockentürme