Kategorie-Archiv: Natur und Umwelt

Raps und Sauerklee

Im Mai finden Honigbienen auf den herrlich gelb blühenden Rapsfeldern reichlich Nektar und Pollen. Problematisch für die Bienen ist jedoch der Einsatz von Spritzmitteln, es sind zum Teil immer noch Neonicotinoide zugelassen, diese schädigen den Orientierungssinn der Bienen,  so dass sie nicht mehr als Honigsammlerinnen arbeiten können und im schlimmsten Fall sterben.
Eines der schönsten Frühlingsgrüns ist für mich das Grün des Sauerklees, zu finden ist er an Flussläufen und im schattigen Wald.
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bunt ist die Welt: Thema Maigrün

Blumen vom Saaleufer

Seit dem letzten Sommer verbringe ich viel Zeit an der Fränkischen Saale, an dieser Stelle spiegeln sich Bäume und Häuser im stillen Wasser, die Spiegelung  erweckt in mir die Illusion, es läge ein Werk von Monet  zu meinen Füssen.

Nur ein paar Schritte weiter sprudelt das Wasser fröhlich vor sich hin.
Die Fränkische Saale ist so vielfältig, manchmal ist sie ganz flach, dann wieder ist das Wasser tief genug zum Schwimmen, dabei darf man allerdings die Strömung nicht unterschätzen und sollte immer zu zweit an, da es teilweise sehr schwierig ist die Uferböschung hoch zu klettern. Es gibt eine Stelle an der ist sogar Surfen möglich. Toll ist eine Fahrt im Schlauchboot oder Kanu und besonders romantisch finde ich Lagerfeuer am Flußufer.
Picknick am Fluss: Die ersten Erdbeeren (aus Spanien) und selbst gebackener Zimtkuchen.Nach dem Picknick pflückte ich auf der Wiese weiße Blümchen (Knöllchen-Steinbrech) und wand sie an Ort zu Stelle zu einem Kränzchen.Ein paar lila Blümchen (Taubnesseln) nahm ich mit nach Hause.Eines meiner Nordseebilder hängt über dem alten Vertiko.

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Spiegelungen zu Weekendreflection
Blumen zu Flower-Friday

Schachblume

Bei schönstem Frühlingswetter wanderten wir am Karfreitag durch die Naturschutzgebiete im hessisch-bayerischen Sinngrund. Die Feuchtwiesen entlang dem Flüsschen  Sinn bieten ideale Lebensbedingen für die seltene Schachblume.
Der Anblick der violetten Schönheiten hat uns verzaubert.

Der unermüdlichen Arbeit von Naturschützern ist es zu verdanken, dass der Spessart das größte zusammenhängende Schachblumengebiet Deutschlands beheimatet.

Rotes Moor

5Heute nachmittag bin ich im Roten Moor unterwegs gewesen. Das Rote Moor liegt in der Hochrhön und ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel.  Meine Photos täuschen, es waren sehr, sehr viele Wanderer unterwegs. Erst vor gut einem Monat ist das erweiterte NABU-Haus eingeweiht worden, dort werden nur regionale Speisen und Getränke serviert. Direkt hinter dem NABU-Haus beginnt das Loipenzentrum, hier bin ich im Winter sehr gerne mit den Langlauf-Skiern unterwegs.

1Das linke obere Photo ist vom Aussichtsturm herunterfotografiert, den Turm selber konnte ich nur von hinten ablichten, beim Eingang standen zu viele Menschen, deren Privatsphäre ich wahren wollte. Rund um das Rote Moor gibt es viele Sitzgelegenheiten an denen man rasten und die mitgebrachte Brotzeit verzehren kann.

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4Es würde mich nicht wundern, wenn nachts zwischen den Birken die Elfen oder die Rhönhexen tanzen würden. Wahrscheinlicher ist es allerdings dass sich Fuchs, Dachs, Marder und Waschbären ein Stelldichein geben.
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Um die Natur zu schonen führt durch das Rote Moor ein 1,2 km langer Bohlenpfad, den man nicht verlassen sollte. Der Holzpfad ist sehr gut mit Kinderwagen oder Rollstuhl befahrbar. Links und rechts von dem Pfad stehen immer wieder Hinweistafeln.

2Früher schliefen die Rhönschäfer in solchen Wägen um nachts bei Ihren Schafen sein zu können. Fast der ganze Moorboden ist mit Heidelbeeren bewachsen, einzelne Beeren hängen noch an den Büschen.
DSC_0193Extra für Frau Vabelhaft bin ich in Laubhaufen gesprungen, sogar mehrmals und habe die Blätter rascheln und fliegen lassen. Warum? Weil sie es nicht kann.
Ich habe es sehr gerne für sie getan und mich daran erinnert wie ich vor 11 Jahren in unserem Neubau ein ganzes Stockwerk heruntergefallen war und für einige Monate auf Gehhilfen und Rollstuhl angewiesen war.

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Bunt ist die Welt: heutiges Thema Herbstspaziergang
Mein Freund der Baum

Herbstgold

DSC_0041Unser vor vier Jahren gepflanzter Quittenbaum trägt heuer zum ersten Mal Früchte.
DSC_0103Die reifen Quitten leuchten goldgelb in der Herbstsonne.
Zeichen für die Pflückreife von Quitten sind: Die Farbe schlägt von grün auf gelb um, der Filzüberzug tritt deutlich zurück, die Früchte duften aromatisch und die Stile lassen sich leicht vom Baum lösen.
DSC_0112Wir haben die die alte Sorte “Konstantinopler Apfelquitte” herausgesucht, das steht auch auf dem Etikett, die Früchte sehen aber zweifelsfrei wie Birnen aus. Heute werde ich sie pflücken. Quitten sollen vor der Weiterverarbeitung zwei bis drei Wochen gelagert werden, damit sich das Aroma voll ausbilden kann,  roh sind sie ungenießbar.DSC_0097

Ich mag die goldenen Oktobertage, wenn sich die Bäume und Sträucher färben, für mich könnte das Wetter bis Weihnachten so bleiben, dann sollte es kräftig schneien, die Straßen jedoch frei sein, dann würde ich meine Langlaufski anschnallen und direkt von unserem Grundstück aus über die Felder laufen.DSC_0146

DSC_0140Auch meine Linde beginnt sich zu färben.
DSC_0092Der freie Blick zum Himmel und zum Horizont  ist der Luxus des Landlebens.
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Alle Blicke  sind ein paar Schritte hinter unserem Gartenzaun entstanden.
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IN HEAVEN
Samtagsplausch

hellrot


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In meiner Betonvase stehen heute die hübschen hellroten Früchte der Eberesche. Von Kindsbeinen auf habe ich gelernt, dass Vogelbeeren  giftig seien, mittlerweile weiß ich, dass das nicht stimmt.  Nach dem ersten Frost schmecken die Vogelbeeren nicht mehr bitter und man kann aus ihnen Schnaps brennen oder sie  zu Marmelade verkochen.DSC_0113

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Botanisch sind Vogelbeeren Apfelfrüchte, da sie wie Äpfel ein Kerngehäuse haben.DSC_0009

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Aufgereiht wie eine rubinrote glänzende Perlenkette.DSC_0197

Die Eberesche ist von hohen ökologischen Wert, die Beeren werden nicht nur von Vögeln gefressen, sondern auch von Nagetieren wie Siebenschläfer und Haselmaus, aber auch von Füchsen und Dachsen. Rehe und Hirsche knabbern gerne die Blätter der Bäume. Alle Tiere scheiden die Samen unverdaut aus und sorgen so für die Verbreitung der Pflanze. DSC_0032Spannend, wie unterschiedlich mein “Blumengebinde”  vor verschiedenen Unter- bzw. Hintergründen wirkt. 

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Das farbenfrohe Bild habe ich im Frühjahr 2012 während des Workshops: “Nonverbale Auseinandersetzung persönlicher Themen” gemalt, wenn ich es anschaue spüre ich noch heute die Wut, die ich an jenen Tag aufgrund einer massiven Grenzüberschreitung hatte.

DSC_0203verlinkt zum Flower-Friday

wilde Malven


__DSC_0136Beim Spaziergang durch die fränkischen Weinberge fielen mir zwischen den Rebstöcken die wilden Malven auf. Im ökologischen Weinbau werden Malven, Phacelia, Luzerne und andere Leguminosen (Hülsenfrüchtler) extra eingesät um das Bodenleben zu stärken und die Artenvielfalt im Weinberg zu erhalten.  An dem kühlen regnerischen Tag naschten weder Schmetterlinge noch Bienen am Nektar der Malven, sondern nur Fliegen.__DSC_0128DSC_0128verlinkt zum Makro-Montag

Wildacker




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Beim Spaziergang am Pfingstmontag wurde unser Blick schon von weitem wie magisch von einer pinkfarbenen Fläche angezogen.DSC_0258

Beim näherkommen standen wir vor einem großen angesäten Feld, ein Schild gab Aufschluss, darüber um was es sich hier handelt, nämlich um einen Wildacker.
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Der Wildackerbau zielt darauf hin, dem Wild eine artgerechte Äsungsfläche anzubieten, je nach Klimaregion werden andere Pflanzenmischungen angesät und in der Regel stehen gelassen, so findet das Wild auch  in vegetationsarmen Zeiten ausreichend Nahrung. Eine Wildfütterung kann unterbleiben bzw. eingeschränkt werden, außerdem dienen Wildäcker der Verminderung von Wildschäden an Wald und Flur. Rehe und Wildschweine finden auf dem Wildacker Nahrung aber auch Fuchs, Marder und andere Räuber machen hier Jagd, buchstäblich gilt  hier die Devise: Fressen und gefressen werden.DSC_0264weiße LichtnelkeDSC_0255rote Lichtnelke

DSC_0153In den grauen Vasen  hielten sich die wilden Schönheiten über eine Woche lang frisch.DSC_0159Die Farbenpracht auf dem Feld lies mich von Urlauben in südlichen Gefilden träumen.
DSC_0257Gedankenversunken pflückte ich am Pfingstsonntag einen Strauß Margeriten.DSC_0105Die Blumen wanderten nach den Spiegelphotos unverzüglich ins Treppenhaus, so gern ich Margeriten mag, ihr Geruch ist fürs  Schlafzimmer viel zu intensiv.DSC_0107

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Flower-Friday
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Reflektionen

 

Pulsatilla vulgaris

 

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Direkt an den gestern gezeigten Aussichtspunkt “Via Regia” grenzt das Naturschutzgebiet “Weinberg”, dort wachsen Küchenschellen, botanisch Pulsatilla vulgaris in freier Natur.

 

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Alljährlich werden die Pflanzen am Weinberg gezählt und katalogisiert, der Bestand zählt zu den bedeutendsten in ganz Deutschland, die Pflanze ist extrem selten, sie gedeiht nur auf kalkigem Magerrasen, in den Alpen wächst sie nicht. Pflücken und ausgraben ist streng verboten.

DSC_0195Küchenschellen sind in allen Pflanzenteilen hochgiftig, bei sensiblen Menschen kann schon die Berührung zu Verätzungen führen.
DSC_0180Ich schätze mich glücklich, dass diese seltene Pflanze ganz in meiner Nähe wächst und ich sie mir anschauen darf.

DSC_0164 Ausführlicher  über die Schönheit schrieb ich hier  und  eine weiße Zuchtform stellte ich hier vor.
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Schachbrettblumen

Sie ist so selten, dass ihrer Blüte mit einem Fest gehuldigt wird. Fritillaria meleagirs, besser bekannt als Schach(brett)blume. Der Markt Obersinn feiert alljährlich ein Schachblumenfest. Neben einigen Plätzen in Nord- und Ostdeutschland gilt das Sinntal im bayrisch-hessischen Grenzgebiet als bedeutendster Lebensraum dieser sensiblen Pflanze.
Beim Schachblumenfest bin ich nicht gewesen, jedoch konnte ich am vergangen Freitag die Schönheit in ihrem natürlichen Lebensraum bewundern. Erstaunt war ich, dass die Schachbrettblume nicht aus der Wiese herausleuchtet. Man sieht sie nur wenn man ganz genau hinguckt.
Den großen Bestand der gefährdeten Pflanze sichert im Naturschutzgebiet Sinngrund eine spezielle Form der Gründlandbewirtschaftung:  Die Aue- Rücken- oder Rieselwiesen.  Auf Rücken-Wiesen wird Erdreich in Reihen zu etwa 30–50 cm Höhe und ca. 4-6 m Breite aufgehäuft. Auf dem Kopf der Reihen (“Rücken”) läßt man das aufgestaute und durch Zulauf-Kanäle abgeleitete Wasser der Sinn entlanglaufen, dann über die Ränder der “Rücken” in Ablaufgräben ein”rieseln” und leitet es in die Sinn zurück. Diese intensive Bewässerung bewirkt eine zusätzliche Heuernte im Jahr. Da die wellenförmig kultivierten Wiesen nicht mit Maschinen zu bearbeiten sind, verschwanden die Rückenwiesen Ende des 20. Jahrhunderts aus dem Sinngrund.
 
Rechts neben dem Baumschatten ist ein Ablaufgraben und daneben die “Rücken” zu sehen.

Ich habe mir vor ein paar Wochen in der Gärtnerei eine Schachbrettblume gekauft und hoffe, dass sie in meinem Garten heimisch wird, Rückenwiese werde ich aber keine anlegen, ;-).